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Evaluation

Der Evaluationsausschuss fungiert als Steuerungsorgan für Evaluationsaufgaben, die dem Wissenschaftsrat übertragen wurden. Zur Durchführung der Evaluationsaufgaben setzt der Ausschuss Arbeitsgruppen ein. Grundlage der Tätigkeit des Ausschusses und seiner Arbeitsgruppen ist der Leitfaden „Aufgaben, Kriterien und Verfahren des Evaluationsausschusses des Wissenschaftsrates“, der kontinuierlich überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben wird. Dabei werden einschlägige Empfehlungen des Wissenschaftsrates - wie etwa die „Empfehlungen zur Bewertung und Steuerung von Forschungsleistung“ - aufgegriffen. 

Der Evaluationsausschuss befasst sich in erster Linie mit institutionellen Evaluationen. Daneben werden im Arbeitsgebiet Evaluation und Querschnittsbegutachtungen einzelner Forschungsgebiete wie derzeit der Friedens- und Konfliktforschung durchgeführt. Außerdem werden im Arbeitsgebiet Evaluation Stellungnahmen zu Forschungsinfrastrukturen erarbeitet - zuletzt die „Empfehlung zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland bis 2020” und die Stellungnahmen zum Freien Deutschen Hochstift sowie zur Forschungsbibliothek (FB Gotha) und zum Forschungszentrum Gotha.

Gegenwärtig ist der Evaluationsausschuss vor allem mit der Evaluation einzelner Forschungseinrichtungen, zum Teil verbunden mit einer Förderempfehlung zur Aufnahme in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern (WGL) oder zur strategischen Erweiterung von Leibniz-Instituten, befasst. Institutionelle Einzelevaluationen führt er auch in Einrichtungen mit FuE-Aufgaben des Bundes durch, zu denen er 2007 und 2010 aufbauend auf einer systematischen Begutachtung des gesamten Feldes sowie 2017 mit Blick auf die Einrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übergreifende Stellungnahmen erarbeitet hat. Außerdem erarbeitet der Evaluationsausschuss Berichte und Stellungnahmen zur Nachverfolgung der Umsetzung von Empfehlungen des Wissenschaftsrates und legt sie diesem zur Beratung und Verabschiedung vor.

Schließlich werden im Arbeitsgebiet regelmäßig Informationen zur Dauer des Studiums an Universitäten und Fachhochschulen sowie zur Verteilung der Prüfungsnoten aufbereitet und veröffentlicht. Auf der Grundlage dieser empirischen Untersuchungen macht der Wissenschaftsrat strukturelle Änderungen im Hochschul- und Wissenschaftssystem kenntlich und stützt hierauf Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung ab.

Evaluationsausschuss: Vorsitz Frau Professorin Dr. Karin Jacobs
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Andreas Stucke, Frau Dr. Silviana Galassi

Das vorliegende Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrates gilt für die erste Hälfte
des Jahres 2017. Der Wissenschaftsrat hat es am 20. 01. 2017 verabschiedet.  

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Stucke
stucke(at)wissenschaftsrat.de
Telefon +49 (0)221 3776-257

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) | Arbeitsgruppen

Zwischen 2005 und 2010 hat der Wissenschaftsrat die Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundes institutionell evaluiert und dazu zweiübergreifende Empfehlungen (2007 und 2010) verabschiedet. Darin hat er sich auch für eine regelmäßige externe Evaluation dieser Einrichtungen ausgesprochen. In ihrem „Konzept für eine moderne Ressortforschung“ vom Dezember 2007 hat die Bundesregierung diese Empfehlung aufgegriffen und sich auf regelmäßige externe Begutachtungen der Einrichtungen verständigt. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 3. Juni 2013 und mit ergänzendem Schreiben vom 24. März 2015 gebeten, die Ressortforschungseinrichtungen in seinem Geschäftsbereich erneut zu evaluieren:

Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ingrid Mertig
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp
(Stellungnahme im Oktober 2014 verabschiedet)

Umweltbundesamt, Dessau
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Doris Wedlich
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase
(Stellungnahme im Juli 2015 verabschiedet)

Bundesamt für Naturschutz, Bonn
Vorsitz: Herr Professor Dr. Bernhard Schink
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase
(Stellungnahme im Oktober 2015 verabschiedet)

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn
Vorsitz: Herr Professor Dr. Max-Emanuel Geis 
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Dabei soll insbesondere betrachtet werden, inwieweit die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen für eine Aufgabenwahrnehmung nach dem Stand von Wissenschaft und Technik bestehen und wie die Qualität der Forschung sowie die Vernetzung mit dem Wissenschaftssystem zu bewerten ist. Weiterhin soll die Frage einbezogen werden, inwieweit die mittelfristige Forschungsplanung und ihre Umsetzung geeignet sind, die Bearbeitung der gesetzlichen Aufgaben der Einrichtungen zu unterstützen und wie die bestehenden Abläufe sowie Instrumente zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der Forschung und der wissenschaftsbasierten Arbeiten weiter entwickelt werden können. Schließlich soll untersucht werden, inwieweit die Aufbereitung der Forschungsergebnisse und die wissenschaftsbasierte Aufgabenwahrnehmung geeignet sind, das BMUB qualitativ hochwertig zu unterstützen, die übertragenen Vollzugsaufgaben wissenschaftsbasiert in hoher Qualität wahrzunehmen und die Öffentlichkeit zu informieren.

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und das erste Begutachtungsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2014 einzuleiten. Eine Vorlage der Stellungnahme zum BBSR in der ersten Jahreshälfte 2017 wird angestrebt..

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) | Arbeitsgruppen

In Umsetzung des „Konzepts für eine moderne Ressortforschung“ der Bundesregierung hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 26. November 2014 und ergänzendem Schreiben vom 28. Januar 2015 gebeten, die Ressortforschungseinrichtungen in seinem Geschäftsbereich einer erneuten Evaluation zu unterziehen:

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Katharina Kohse-Höinghaus
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase
(Stellungnahme im Juli 2016 verabschiedet)

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ingrid Mertig
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover
Vorsitz: Herr Professor Dr. Wolfgang Marquardt
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und das erste Begutachtungsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2016 aufzunehmen. Eine Vorlage der Stellungnahmen zur PTB und zur BGR wird für die erste bzw. zweite Jahreshälfte 2017 angestrebt.

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) | Arbeitsgruppen

In Umsetzung des „Konzepts für eine moderne Ressortforschung“ der Bundesregierung bittet das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Schreiben vom 4. Mai 2015, die Ressortfortforschungseinrichtungen in seinem Geschäftsbereich erneut evaluieren zu lassen. Im Einzelnen handelt es sich um:

Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien, Munster,
Vorsitz: Herr Professor Dr. Oliver Speck
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe, Erding,
Vorsitz: Herr Professor Dr. Oliver Speck
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp

Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Euskirchen,

Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München,

Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, München,

Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr, München,

Zentrum der Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe, Köln,

Schifffahrtmedizinisches Institut der Marine, Kronshagen,

Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und 
Forschung – WTD 71, Forschungsbereich für Wasserschall und Geophysik, Eckernförde,

Zentrales Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Koblenz,
Labor­abteilung IV – Wehrmedizinische Ergonomie und Leistungsphysiologie 
(bzw. die voraussichtlich ab 2016 in Dienst gestellte Nachfolgeeinrichtung) und

Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam.

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und die Evaluationsverfahren im Zeitraum von 2017 bis 2022 durchzuführen.

Die Vorlage der Stellungnahmen zum Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien und zum Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe, Erding, wird für die erste bzw. zweite Jahreshälfte 2018 angestrebt. Die Vorlage der weiteren Stellungnahmen wird danach in etwa halbjährlicher Folge bis zur 1. Jahreshälfte 2023 angestrebt.

Evaluation der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Simone Fulda
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

Der Wissenschaftsrat hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund, aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) im Jahr 2007 erstmals begutachtet. Unter Berücksichtigung der daraus resultierenden Empfehlungen wurde im selben Jahr ein Entwicklungsprozess in der Einrichtung eingeleitet, den der Wissenschaftsrat im Jahr 2011 in seiner Stellungnahme zur Umsetzung der Empfehlungen aus der zurückliegenden Evaluation begrüßt hat. Um Auswirkungen und Erfolg der Strukturreformen auf die Leistungen der BAuA in Forschung, Entwicklung und Service beurteilen zu können, empfahl er dem BMAS eine erneute externe Überprüfung der Einrichtung in angemessener Zeit.

Das BMAS hat diese Empfehlung aufgegriffen und den Wissenschaftsrat über das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Schreiben vom 31. Mai 2016 gebeten, die BAuA erneut zu evaluieren. Die Evaluation soll insbesondere zentrale Handlungsfelder des FuE-Programms 2014–17 sowie langfristig angelegte Forschungsthemen der BAuA einer wissenschaftlichen Überprüfung unterziehen. Dabei soll vorrangig zu folgenden Fragen Stellung genommen werden:

_  Sind die langfristig angelegten Forschungsprojekte geeignet, einen relevanten
    zukunftsorientierten Beitrag zum jeweiligen Themengebiet zu leisten?

_  Ist die methodische und theoretische Fundierung der FuE-Projekte der
    Sicherung qualitativ hochwertiger Resultat angemessen?

_  Sind Wissenstransfer und Nutzungsaspekte aus Sicht der potenziellen Nutzer in
    notwendigem Umfang in die Schwerpunktthemen integriert und werden sie
    erfolgreich umgesetzt?

Weiterhin soll geprüft werden, ob Umfang und Vielfalt der nationalen und internationalen Zusammenarbeit mit den scientific communities, den Interessengruppen und den Anwendern den fachlichen Anforderungen sowie der Aufgabenstellung der BAuA entsprechen, ob die Qualifikation und Personalentwicklung der wissenschaftlichen Beschäftigten der integrativen Aufgabenwahrnehmung von Forschung, Entwicklung, Politikberatung und gesetzlichen Aufgaben angemessen sind und ob die geschaffenen Prozesse, Instrumente und Strukturen der Qualitätssicherung der FuE-Programmatik und der Projekte ausreichen, um eine dauerhaft erfolgreiche Arbeit zu ermöglichen. 

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Evaluationsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2017 einzuleiten. Eine Vorlage der Stellungnahme wird für das erste Halbjahr 2018 angestrebt.

Evaluation des Hanse Wissenschaftskollegs (HWK) – Institute for Advanced Study, Delmenhorst | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Herr Professor Dr. Hans-Christian Pape
Betreuung in der Geschäftsstelle: Dr. Stefan Lange 

Die Länder Bremen und Niedersachsen haben den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 16. Dezember 2015 gebeten, das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), Delmenhorst zu evaluieren und das Verfahren in der zweiten Jahreshälfte 2016 einzuleiten.

Das Hanse-Wissenschaftskolleg ist eine gemeinnützige Stiftung privaten Rechts der Länder Niedersachsen und Bremen sowie der Stadt Delmenhorst, deren Zweck die Förderung der nationalen, internationalen und interdisziplinären Zusammenarbeit besonders qualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Zusammenwirken mit den Universitäten Oldenburg und Bremen ist.

Das Hanse-Wissenschaftskolleg wurde erstmalig im Jahre 2007 durch den Wissenschaftsrat evaluiert. In der Folge wurde die empirisch-experimen­telle Ausrichtung auf die Schwerpunkte Brain, Earth, Energy und Society sowie die Einbeziehung von Arts & Humanities neu gestaltet und durch weitere Formate ergänzt.

Im Rahmen der nunmehr erbetenen Evaluation erwarten die beteiligten Länder, neben Empfehlungen zur weiteren institutionellen Entwicklung, eine gutachterliche Einschätzung der Einrichtung und ihrer Wirkungen im Kontext der regionalen Verflechtung sowie der nationalen Veränderungen durch den laufenden und zukünftigen Exzellenzwettbewerb.

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Begutachtungsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2016 durchzuführen. Eine Vorlage der Stellungnahme in der ersten Jahreshälfte 2017 wird angestrebt.

Evaluation des Sigmund-Freud-Instituts (SFI) in Frankfurt a. M. | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Irene Dingel
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Das 1959 gegründete Sigmund-Freud-Institut (SFI) ist ein national und international vernetztes Forschungsinstitut für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. Im Rahmen von Forschungsprojekten untersucht es die Ursachen und Funktionsweisen von seelischem Leid und Krankheit in seinen individuellen und sozialen Dimensionen. Damit soll ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Psychoanalyse als Wissenschaft, Therapieform und Sozialpsychologie geleistet werden. Das SFI kommuniziert seine Arbeitsergebnisse in Publikationen, Vorträgen und Tagungen und engagiert sich in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Institut betreibt eine Forschungsambulanz, in der jährlich etwa 600 Patientinnen und Patienten betreut werden. Aktuell ist der Fokus der Arbeit stark auf traumatisierte Flüchtlinge sowie die Frage der Radikalisierung von Gesellschaftsgruppen gerichtet.

Das Land Hessen als institutioneller Zuwendungsgeber bittet den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 30. März 2016, das SFI im Jahr 2017 zu begutachten und Empfehlungen zur künftigen Entwicklung des Instituts abzugeben. Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Begutachtungsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2018 durchzuführen. Eine Vorlage der Stellungnahme in der ersten Jahreshälfte 2019 wird angestrebt.

Empfehlungen zur Weiterentwicklungen der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Martina Brockmeier
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Silviana Galassi

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 8. Dezember 2016 darum gebeten, eine umfassende Evaluation des Forschungsfeldes „Friedens- und Konfliktforschung“ unter Berücksichtigung aller relevanten Einrichtungen in Deutschland durchzuführen. Die Begutachtung soll sich gleichermaßen auf die universitäre Forschung und Lehre, die außeruniversitäre Forschung und die Rolle der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) als Förderorganisation erstrecken.

 Die Friedens- und Konfliktforschung, die sich in Deutschland institutionell seit den späten 1960er Jahren entwickelt hat, ist ein Forschungsfeld von großer disziplinärer und thematischer Breite. Im Kern stehen Fragen nach den Ursachen, Formen, Verläufen und Veränderungen zwischen-  wie innerstaatlicher Konflikte und Kriege sowie nach den Verfahren und Voraussetzungen für ihre Beilegung und die Etablierung stabiler Friedensordnungen. Angesichts politischer Spannungslagen und kriegerischer Auseinandersetzungen in unterschiedlichen Weltregionen hat in jüngerer Zeit die Nachfrage von Politik und Gesellschaft nach sicherheits- und friedenspolitischer Expertise spürbar zugenommen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der wissenschaftlichen Qualität und Unabhängigkeit sowie der gesellschaftspolitischen Relevanz der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland.

 Im Rahmen der Evaluation dieses Forschungsfeldes bittet das BMBF den Wissenschaftsrat daher zu prüfen, wie gut die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland insgesamt aufgestellt ist. Dabei sollen sowohl ihr wissenschaftliches Leistungsvermögen in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung als auch ihre Fähigkeit in den Blick genommen werden, wesentliche Beiträge für Politik und Gesellschaft zum Umgang mit aktuellen gesellschafts- und außenpolitischen Herausforderungen zu leisten. Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, wie die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland weiterentwickelt werden sollte und wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Forschungspolitik in Bund und Ländern zu dieser Weiterentwicklung beitragen können.

Der Wissenschaftsrat setzt zur Durchführung dieser Evaluation eine Arbeitsgruppe ein, die ihre Beratungen in der zweiten Jahreshälfte 2017 aufnehmen soll. Eine Vorlage des Empfehlungsentwurfs in der ersten Jahreshälfte 2019 wird angestrebt.

Aufnahmen von Einrichtungen in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung gemäß AV WGL und strategische Erweiterungen von Leibniz-Instituten | Arbeitsgruppen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat Anfang 2014 ein neues, prioritätenorientiertes Verfahren für die Aufnahme von Einrichtungen in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung gemäß AV WGL und strategische Weiterentwicklung von Leibniz-Einrichtungen entwickelt. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde der Wissenschaftsrat gebeten, Stellung zu beabsichtigten Neuaufnahmen und großen strategischen Sondertatbeständen zu nehmen.
Mit Schreiben vom 4. Oktober 2016 bittet der Ausschuss der GWK den Wissenschaftsrat, zur Aufnahme folgender Einrichtungen Stellung zu nehmen:

Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS), Dortmund
Vorsitz: Herr Professor Dr. Max-Emanuel Geis
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Stiftung Hans Bredow Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg (HBI)
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Petra Gehring
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp

Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin          
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Sandra Richter
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Silviana Galassi

Darüber hinaus bittet der Ausschuss der GWK den Wissenschaftsrat, zu folgendem großen strategischen Sondertatbestand Stellung zu nehmen:

Strategische Erweiterung  des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim
Vorsitz: Herr Professor Dr. Uwe Schimank
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Stefan Lange

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und die Evaluationsverfahren durchzuführen. Eine Vorlage der Stellungnahmen im Januar 2018 ist vorgesehen.

Nachverfolgungen

Der Wissenschaftsrat bittet im Kontext institutioneller Einzelbegutachtungen Zuwendungsgeber und Einrichtungen, über die Umsetzung seiner Empfehlungen, in aller Regel nach drei Jahren, zu berichten. Entsprechende Umsetzungsberichte und Beschlussempfehlungen wird der Evaluationsausschuss im Jahr 2017 zu den im Folgenden aufgeführten Stellungnahmen vorbereiten und dem Wissenschaftsrat zur Verabschiedung vorgelegen:

Centre Marc Bloch (CBM), Berlin,

Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Hannover (zum Zeitpunkt der Evaluation: HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF),

Sorbisches Institut e.V., Bautzen und Cottbus,

Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), Bonn,

Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Dresden,

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bonn,

Deutsches Biomasseforschungszentrum (DBFZ), Leipzig,

Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), Potsdam,

Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (MRI), Karlsruhe,

Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Salzgitter,

Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen  (JKI), Quedlinburg,

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, Wuppertal.

Quantitative Analysen

Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Kristiane Prescha

Auf der Grundlage quantitativer Untersuchun­gen macht der Wissenschaftsrat strukturelle Änderungen im Hochschul- und Wissenschaftssystem kenntlich und stützt hierauf Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Eine wachsende Bedeutung haben hierbei Analysen zur Leistungsfähig­keit der Hoch­schu­len und For­schungseinrichtungen erlangt. 

1. Prüfungsnoten an deutschen Hochschulen

Als Beitrag zur Leistungstransparenz und Qualitätssicherung in der Lehre hat die Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates seit 2003 im Abstand von jeweils fünf Jahren Berichte zu Prüfungsnoten an deutschen Hochschulen vorgelegt, die auf Daten der amtlichen Statistik basieren. In allen drei bislang vorliegenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass die durchschnittlichen Noten aufgrund offensichtlich sehr stabiler spezifischer Fächerkulturen nach Fächern, aber auch innerhalb eines Faches zwischen den Hochschulstandorten breit streuen und das Notenspektrum in vielen Fächern nur unzureichend ausgeschöpft wird. Außerdem ist über das letzte Jahrzehnt eine Tendenz zur Vergabe besserer Noten zu konstatieren.

Zeitgleich mit der jüngsten Veröffentlichung des Arbeitsberichts im Jahr 2012 zum Prüfungsjahrgang 2010 hat der Wissenschaftsrat einen wissenschaftspolitischen Kommentar verabschiedet, in dem er Empfehlungen zur möglichen Verwendung der Berichtsinhalte an die verschiedenen Adressaten wie Hochschulen, Studierende und Arbeit geber ausspricht. Auch im Hinblick auf den Bachelor-Master-Übergang müsse auf Bewertungsmaßstäbe hingewirkt werden, die eine weitgehende Vergleichbarkeit von Prüfungsnoten zumindest im gleichen Fach und in verwandten Fächern gewährleisten. Über eine Fortschreibung wird 2017 entschieden.

2. Fachstudiendauer an Universitäten und Fachhochschulen

Der Bericht zur Entwicklung der Fachstudiendauer an Universitäten und Fachhochschulen für die Jahre 2007 bis 2009 ist im November 2011 veröffentlicht worden. Über eine Fortschreibung wird 2017 entschieden.

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