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Evaluation

Der Evaluationsausschuss fungiert als Steuerungsorgan für Evaluationsaufgaben, die dem Wissenschaftsrat übertragen wurden. Zur Durchführung de Evaluationsaufgaben setzt der Ausschuss Arbeitsgruppen ein. Grundlage der Tätigkeit des Ausschusses und seiner Arbeitsgruppen ist der Leitfaden „Aufgaben, Kriterien und Verfahren des Evaluationsausschusses des Wissenschaftsrates“, der kontinuierlich überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben wird. Dabei werden einschlägige Empfehlungen des Wissenschaftsrates - wie etwa die 2011 verabschiedeten „Empfehlungen zur Bewertung und Steuerung von Forschungsleistungen“ - aufgegriffen. 

Der Evaluationsausschuss befasst sich in erster Linie mit institutionellen Evaluationen; daneben führt er im Zusammenhang mit institutionellen Evaluationen auch Querschnittsbegutachtungen einzelner Forschungsgebiete, Systemevaluationen sowie Strukturuntersuchungen einzelner Fächer durch. Außerdem werden im Arbeitsgebiet Evaluation Stellungnahmen zu Forschungsinfrastrukturen erarbeitet - zuletzt die „Empfehlung zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland bis 2020”, die der Wissenschaftsrat im Juli 2012 verabschiedet hat.

Gegenwärtig ist der Evaluationsausschuss vor allem mit der Evaluation einzelner Forschungseinrichtungen, zum Teil verbunden mit einer Förderempfehlung zur Aufnahme in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern (WGL) oder zur strategischen Erweiterung von Leibniz-Instituten, befasst. Ein weiterer Schwerpunkt des Ausschusses ist derzeit die Evaluation von Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundes. 2013/2014 hat der Evaluationsausschuss im Anschluss an eine Stellungnahme zum HIS-Institut für Hochschulforschung, Hannover, ein Positionspapier zu „Institutionellen Perspektiven der empirischen Wissenschafts- und Hochschulforschung in Deutschland" erarbeitet, das der Wissenschaftsrat im April 2014 verabschiedet hat. Außerdem erarbeitet der Evaluationsausschuss Berichte und Stellungnahmen zur Nachverfolgung der Umsetzung von Empfehlungen des Wissenschaftsrates und legt sie diesem zur Beratung und Verabschiedung vor.

Schließlich werden im Arbeitsgebiet regelmäßig Informationen zur Dauer des Studiums an Universitäten und Fachhochschulen sowie zur Verteilung der Prüfungsnoten aufbereitet und veröffentlicht. Auf der Grundlage dieser empirischen Untersuchungen macht der Wissenschaftsrat strukturelle Änderungen im Hochschul- und Wissenschaftssystem kenntlich und stützt hierauf Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung ab.

Evaluationsausschuss: Vorsitz Frau Professorin Dr. Sandra Richter
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Andreas Stucke, Frau Dr. Silviana Galassi

Das vorliegende Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrates gilt für die zweite Hälfte
des Jahres 2015. Der Wissenschaftsrat hat es am 10. Juli 2015 verabschiedet.  

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Stucke
stucke(at)wissenschaftsrat.de
Telefon +49 (0)221 3776-257

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft  (BMEL) | Evaluationsausschuss

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 13. Dezember 2011 gebeten, folgende Forschungseinrichtungen im Geschäftsbereich des BMEL bzw. institutionell vom BMEL geförderte Einrichtungen in den nächsten Jahren zu evaluieren:

Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Vorsitz: Herr Professor Dr. Bernhard Schink
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Weßel
(Stellungnahme im Juli 2013 verabschiedet)

Deutsches BiomasseForschungsZentrum gGmbH
Vorsitz: Herr Professor Dr. Hilbert von Löhneysen
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp
(Stellungnahme im Juli 2014 verabschiedet)    

Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Renate Renkawitz-Pohl
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Weßel
(Stellungnahme im Juli 2014 verabschiedet)  

Julius-Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Renate Renkawitz-Pohl
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Weßel
(Stellungnahme im Oktober 2014 verabschiedet)

Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
Vorsitz: Herr Professor Dr. Bernhard Schink
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Weßel
(Stellungnahme im Juli 2015 verabschiedet)

Bundesinstitut für Risikobewertung
Vorsitz: Herr Professor Dr. Stefan Meuer
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp      

Die Einrichtungen werden damit erstmals einzeln vom Wissenschaftsrat begutachtet (mit Ausnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung; Evaluation: 2005/06). Eine übergreifende Strukturempfehlung zur Entwicklung der Forschungsanstalten im Geschäftsbereich des BMEL hatte der Wissenschaftsrat im Jahr 2004 verabschiedet. Eine Neuordnung der Ressortforschung im Bereich des BMEL erfolgte 2008.

Im Zusammenhang mit der Evaluation der Einrichtungen soll auch untersucht werden, welche Instrumente (z.B. Stiftungsprofessuren, gemeinsame Berufungen, Kooperationen in Verbundforschungsprojekten Projektaufträge etc.) geeignet sind, die Zusammenarbeit zwischen der Ressortforschung und den Universitäten zu stärken.

Der Wissenschaftsrat hatte den Evaluationsausschuss gebeten, sukzessive entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und das erste Begutachtungsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2012 einzuleiten.

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) | Arbeitsgruppen

Zwischen 2005 und 2010 hat der Wissenschaftsrat die Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundes institutionell evaluiert und dazu zweiübergreifende Empfehlungen (2007 und 2010) verabschiedet. Darin hat er sich auch für eine regelmäßige externe Evaluation dieser Einrichtungen ausgesprochen. In ihrem „Konzept für eine moderne Ressortforschung“ vom Dezember 2007 hat die Bundesregierung diese Empfehlung aufgegriffen und sich auf regelmäßige externe Begutachtungen der Einrichtungen verständigt. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 3. Juni 2013 gebeten, die drei Ressortforschungseinrichtungen in seinem Geschäftsbereich erneut zu evaluieren:

Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ingrid Mertig
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp
(Stellungnahme im Oktober 2014 verabschiedet)

Umweltbundesamt, Dessau
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Doris Wedlich
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase
(Stellungnahme im Juli 2015 verabschiedet)

Bundesamt für Naturschutz, Bonn
Vorsitz: Herr Professor Dr. Bernhard Schink
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn
Vorsitz: N. N.
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Dabei soll insbesondere betrachtet werden, inwieweit die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen für eine Aufgabenwahrnehmung nach dem Stand von Wissenschaft und Technik bestehen und wie die Qualität der Forschung sowie die Vernetzung mit dem Wissenschaftssystem zu bewerten ist. Weiterhin soll die Frage einbezogen werden, inwieweit die mittelfristige Forschungsplanung und ihre Umsetzung geeignet sind, die Bearbeitung der gesetzlichen Aufgaben der Einrichtungen zu unterstützen und wie die bestehenden Abläufe sowie Instrumente zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der Forschung und der wissenschaftsbasierten Arbeiten weiter entwickelt werden können. Schließlich soll untersucht werden, inwieweit die Aufbereitung der Forschungsergebnisse und die wissenschaftsbasierte Aufgabenwahrnehmung geeignet sind, das BMUB qualitativ hochwertig zu unterstützen, die übertragenen Vollzugsaufgaben wissenschaftsbasiert in hoher Qualität wahrzunehmen und die Öffentlichkeit zu informieren.

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen. Durchgeführt werden sollen die Verfahren zur Evaluation des BfS sowie des UBA im Jahr 2014, die Verfahren zur Begutachtung des BfN im Jahr 2015 und zur Begutachtung des BBSR im Jahr 2016.

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) | Arbeitsgruppen

Auf der Grundlage institutioneller Evaluationen der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundes (2005 bis 2010) hat der Wissenschaftsrat in den Jahren 2007 und 2010 übergreifende Empfehlungen verabschiedet, in denen er sich für regelmäßige externe Begutachtungen dieser Einrichtungen ausgesprochen hat. Die Bundesregierung hat diese Empfehlung in ihrem „Konzept für eine moderne Ressortforschung“ aufgegriffen. In Umsetzung dieses Konzepts hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 26. November 2014 gebeten, zunächst zwei seiner Ressortforschungseinrichtungen einer erneuten Evaluation zu unterziehen:

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Katharina Kohse-Höinghaus;
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ingrid Mertig
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover
Vorsitz: N.N.
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen. Das Verfahren zur Begutachtung der BAM soll in der zweiten Jahreshälfte 2015 durchgeführt werden, das Verfahren zur Evaluation der PTB in der zweiten Jahreshälfte 2016 und da Verfahren zur Begutachtung der BGR in der ersten Jahreshälfte 2017.

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) | Arbeitsgruppen

In Umsetzung des „Konzepts für eine moderne Ressortforschung“ der Bundesregierung bittet das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Schreiben vom 4. Mai 2015, die Ressortfortforschungseinrichtungen in seinem Geschäftsbereich erneut evaluieren zu lassen. Im Einzelnen handelt es sich um:

Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, München,

Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr, München,

Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München,

Zentrales Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Koblenz,
Labor­abteilung IV – Wehrmedizinische Ergonomie und Leistungsphysiologie 
(bzw. die voraussichtlich ab 2016 in Dienst gestellte Nachfolgeeinrichtung),

Zentrum der Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe, Köln,

Schifffahrtmedizinisches Institut der Marine, Kronshagen,

Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien, Munster,

Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe, Erding,

Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und 
Forschung – WTD 71, Forschungsbereich für Wasserschall und Geophysik, Eckernförde,

Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam, und

Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Euskirchen.

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und die Evaluationsverfahren im Zeitraum von 2017 bis 2022 durchzuführen.

Evaluation des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)  | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Herr Professor Dr. Manfred Prenzel
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde im Jahr 2005 vom Wissenschaftsrat begutachtet. In seiner 2011 verabschiedeten Stellungnahme zur Umsetzung der Empfehlungen aus dieser Evaluation sprach er sich für eine erneute Begutachtung des BIBB im Jahr 2015 aus. Das BMBF hat diese Empfehlung aufgegriffen und den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 12. Juni 2015 gebeten, das BIBB erneut zu evaluieren.

Im Rahmen der erneuten Begutachtung soll auch geklärt werden, ob das Forschungsprogramm des BIBB die aktuellen Schwerpunkte für eine praxisorientierte und weitsichtige Berufsbildungsforschung abbildet und ob der Prozess zur Entwicklung dieses Forschungsprogramms sowie die Einbindung des wissenschaftlichen Beirates zur Qualitätssicherung beitragen. Weiterhin soll geprüft werden, ob die Kooperation und Arbeitsteilung zwischen BIBB und Hochschulen sowie weiteren Forschungseinrichtungen überzeugt und das BIBB wirksam in die Forschungslandschaft integriert ist, etwa durch Angebote des Forschungsdatenzentrums. Darüber hinaus bittet das BMBF zu prüfen, ob dem BIBB ein effizienter Transfer seiner Forschungsergebnisse in die Berufsbildungspraxis sowie in die wissenschaftliche Forschung und Lehre gelingt und ob in der Gegenrichtung aktuelle Fragestellungen der Praxis bzw. die Rückmeldung von Anwendungs­erfahrungen erfolgreich in die Forschungslandschaft vermittelt werden. Schließlich soll die Begutachtung Auskunft darüber geben, wie der Beitrag des BIBB zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu bewerten ist. Dabei sollen die Interaktion der Beschäftigten des BIBB mit Studierenden, Qualifikationsmöglichkeiten innerhalb des BIBB als Phase einer akademischen Karriere und die Personalentwicklung der BIBB-Beschäftigten berücksichtigt werden.

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Evaluationsverfahren im ersten Halbjahr 2016 durchzuführen.

Evaluation des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Berlin | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Sandra Richter
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Silviana Galassi

Dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) kommt eine Schlüsselfunktion für die deutsche und internationale archäologische sowie altertumswissenschaftliche Forschung zu. Zu diesem Ergebnis kam der Wissenschaftsrat bei seiner Evaluation des Instituts im Jahr 2008 und erneut im Jahr 2011 in einer Stellungnahme zur Umsetzung seiner Empfehlungen. Neben eigenen Forschungsaktivitäten erbringt das DAI Serviceleistungen für die internationalen Fachgemeinschaften. Zum Zeitpunkt der letzten Begutachtung befanden sich ein IT-Kompetenzzentrum sowie das DAI-Rechenzentrum im Aufbau. Der Wissenschaftsrat zeigte sich 2011 überzeugt, dass der herausragende Stellenwert des DAI für die deutsche und internationale Archäologie nur gewahrt werden könne, wenn eine Verstetigung der unverzichtbaren Forschungsinfrastrukturen und eine Weiterentwicklung der Forschung am Institut gelänge. Er hat daher eine erneute Evaluation des DAI angeregt.

Das Auswärtige Amt ist dieser Empfehlung gefolgt und hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 24. Januar 2013 gebeten, das DAI erneut zu begutachten. Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Evaluationsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2014 einzuleiten. Mit einer Vorlage der Stellungnahme ist in der zweiten Jahreshälfte 2015 zu rechnen.

Evaluation des Instituts für Sozialforschung (IfS), Frankfurt | Arbeitsgruppe

Vorsitz: Herr Professor Dr. Uwe Schimank
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Stefan Lange

Das Institut für Sozialforschung (IfS), Frankfurt betreibt sozialwissenschaftliche Forschung zum Strukturwandel von Gegenwartsgesellschaften in der Tradition der kritischen Gesellschaftstheorie („Frankfurter Schule“). Ziel der aktuellen Institutsarbeit ist es, die breitgefächerte sozialwissenschaftliche und sozialphilosophische Forschung im übergreifenden Forschungsprogramm „Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung“ zu bündeln und zu einem kritischen Verständnis des gesellschaftlichen Strukturwandels beizutragen. Das IfS wird vom Land Hessen und der Stadt Frankfurt gefördert; die Forschungstätigkeit wird fast ausschließlich aus Drittmitteln finanziert.

Das Land Hessen hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 12. Mai 2014 gebeten, das IfS zu evaluieren, um Hinweise für die weitere institutionelle Entwicklung des Instituts zu erhalten.

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Begutachtungsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2015 einzuleiten. Eine Vorlage der Stellungnahme in der ersten Jahreshälfte 2016 wird angestrebt.

Evaluation des Instituts für Sozial-Ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt | Arbeitsgruppe 

Vorsitz: Frau Professorin Dr. Martina Brockmeier
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Meike Rodekamp

Das Institut für Sozial-Ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt ist eine Einrichtung der Nachhaltigkeitsforschung, die sich insbesondere den Themenfeldern Wasser, Energie, Ernährung und Mobilität widmet. Das ISOE untersucht mit einem integrativen Forschungsansatz, auf welche Weise globale Entwicklungen wie Urbanisierung, Klimawandel, Biodiversitätsverlust und demografischer Wandel diese Themen beeinflussen. Dabei verbindet das Institut beratungsorientierte und akademische Wissenschaft, grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung, Natur und Sozialwissenschaft sowie Wissenschaft und Gesellschaft. Das ISOE finanziert sich – neben einer institutionellen Förderung des Landes Hessen – überwiegend aus Drittmitteln.

Das Land Hessen hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 12. Mai 2014 gebeten, das ISOE zu evaluieren, um Hinweise für die weitere institutionelle Entwicklung der Einrichtung zu erhalten.

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Begutachtungsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2015 einzuleiten. Eine Vorlage der Stellungnahme in der ersten Jahreshälfte 2016 wird angestrebt.

Evaluation des Wissenschaftskollegs zu Berlin, Berlin | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Sandra Richter
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Stefan Lange

Als Center for Advanced Study bietet das Wissenschaftskolleg zu Berlin anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, sich für die Dauer eines akademischen Jahres auf selbstgewählte Forschungsarbeiten zu konzentrieren. Die Einrichtung misst der interdisziplinären Zusammenarbeit der diversen Fachrichtungen angehörenden Fellows große Bedeutung bei und hat sich insbesondere die Förderung jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Ziel gesetzt. Eine begrenzte Anzahl von Fellows wird in zwei- bis dreijährlich wechselnde thematische Schwerpunktgruppen eingeladen. Das Wissenschaftskolleg wird zu gleichen Teilen vom Land Berlin und vom Bund finanziert.

Das Land Berlin hat in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als weiterem Zuwendungsgeber den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 17. September 2014 gebeten, das Wissenschaftskolleg zu evaluieren und vor dem Hintergrund der Veränderungen in der nationalen und internationalen Wissenschaftslandschaft seit der vergangenen Evaluation durch den Wissenschaftsrat im Jahr 2001 eine neuerliche Standortbestimmung der Einrichtung vorzunehmen. Die geplante Stellungnahme fügt sich ein in die übergreifenden Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu sozialen Forschungsinfrastrukturen aus dem Jahr 2011. 

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Begutachtungsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2015 einzuleiten. Eine Vorlage der Stellungnahme in der zweiten Jahreshälfte 2016 wird angestrebt.

Aufnahmen von Einrichtungen in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung gemäß AV WGL und strategische Erweiterungen von Leibniz-Instituten | Arbeitsgruppen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat Anfang 2014 ein neues, prioritätenorientiertes Verfahren für die Aufnahme von Einrichtungen in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung gemäß AV WGL und strategische Weiterentwicklung von Leibniz-Einrichtungen entwickelt. Im Rahmen dieses Verfahrens ist der Wissenschaftsrat gebeten, Stellung zu beabsichtigten Neuaufnahmen und großen strategischen Sondertatbeständen zu nehmen. Mit Schreiben vom 11. März 2015 bittet der Ausschuss der GWK den Wissenschaftsrat, zur Aufnahme folgender Einrichtungen Stellung zu nehmen:

Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA), Schleswig
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Petra Gehring
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin
Vorsitz: Herr Professor Dr. Wilfried Hinsch
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Zentrum für allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS), Berlin
Vorsitz: Herr Professor Dr. Dr. h.c. Christian Mair
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

Geisteswissenschaftliches Zentrum Kultur und Geschichte Ostmittel­europas e.V. (GWZO), Leipzig
Vorsitz: Herr Professor Dr. Caspar Hirschi
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Silviana Galassi

Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), Regensburg
Vorsitz: Herr Professor Dr. Caspar Hirschi
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Silviana Galassi

Darüber hinaus bittet der Ausschuss der GWK den Wissenschaftsrat, zu folgendem großen strategischen Sondertatbestand Stellung zu nehmen:

Strategische Erweiterung des GESIS – Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften e.V.
(GESIS), Mannheim

Vorsitz: Herr Professor Dr. Steffen Mau
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Stefan Lange

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und die Evaluationsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2015 durchzuführen. Eine Vorlage der Stellungnahmen im April 2016 ist vorgesehen.

Quantitative Analysen

Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Kristiane Prescha

Auf der Grundlage quantitativer Untersuchun­gen macht der Wissenschaftsrat strukturelle Änderungen im Hochschul- und Wissenschaftssystem kenntlich und stützt hierauf Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Eine wachsende Bedeutung haben hierbei Analysen zur Leistungsfähig­keit der Hoch­schu­len und For­schungseinrichtungen erlangt. 

1. Prüfungsnoten an deutschen Hochschulen

Als Beitrag zur Leistungstransparenz und Qualitätssicherung in der Lehre hat die Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates seit 2003 im Abstand von jeweils fünf Jahren Berichte zu Prüfungsnoten an deutschen Hochschulen vorgelegt, die auf Daten der amtlichen Statistik basieren. In allen drei bislang vorliegenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass die durchschnittlichen Noten aufgrund offensichtlich sehr stabiler spezifischer Fächerkulturen nach Fächern, aber auch innerhalb eines Faches zwischen den Hochschulstandorten breit streuen und das Notenspektrum in vielen Fächern nur unzureichend ausgeschöpft wird. Außerdem ist über das letzte Jahrzehnt eine Tendenz zur Vergabe besserer Noten zu konstatieren.

Zeitgleich mit der jüngsten Veröffentlichung des Arbeitsberichts im Jahr 2012 zum Prüfungsjahrgang 2010 hat der Wissenschaftsrat einen wissenschaftspolitischen Kommentar verabschiedet, in dem er Empfehlungen zur möglichen Verwendung der Berichtsinhalte an die verschiedenen Adressaten wie Hochschulen, Studierende und Arbeit geber ausspricht. Auch im Hinblick auf den Bachelor-Master-Übergang müsse auf Bewertungsmaßstäbe hingewirkt werden, die eine weitgehende Vergleichbarkeit von Prüfungsnoten zumindest im gleichen Fach und in verwandten Fächern gewährleisten.

2. Fachstudiendauer an Universitäten und Fachhochschulen

Der Bericht zur Entwicklung der Fachstudiendauer an Universitäten und Fachhochschulen für die Jahre 2007 bis 2009 ist im November 2011 veröffentlicht worden. Über eine Fortschreibung wird 2015 entschieden.

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