Forschungsinfrastrukturen

Bewertung von Forschungsinfrastrukturen zur Aufnahme auf eine Nationale Roadmap

Umfangreiche Forschungsinfrastrukturen sind neben den Forschenden und den Institutionen eine weitere unabdingbare Voraussetzung für ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem. Vielfach ist die Wissenschaft auf den Einsatz von umfangreichen Forschungsinfrastrukturen angewiesen, um wissenschaftlich anspruchsvolle Fragestellungen bearbeiten und international anschlussfähige Spitzenforschung betreiben zu können. Forschungsinfrastrukturen sind in allen Disziplinen in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung unverzichtbar geworden.

In den letzten Jahren sind die Investitions- und Betriebskosten der Forschungsinfrastrukturen bei gleichzeitig knapper werdenden Budgets der öffentlichen Haushalte in erheblichem Maße gestiegen. Damit wächst forschungs- und finanzpolitisch die Notwendigkeit, im nationalen und im europäischen Forschungsraum Entscheidungen über Investition, Betrieb und Nutzung umfangreicher Forschungsinfrastrukturen zu treffen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat vor diesem Hintergrund den Wissenschaftsrat im Juli 2011 gebeten, als Voraussetzung für die notwendigen wissenschaftspolitischen Entscheidungen im Rahmen eines Pilotprozesses ein Verfahren zur wissenschaftsgeleiteten Bewertung umfangreicher Forschungsinfrastrukturen zu entwickeln.

Zum Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrates (vgl. dort S. 12)