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Pressemitteilungen

NUMMER 02 vom 25. Januar 2016

Wissenschaft kann zu einem starken Entwicklungsmotor für Hamburg und die Metropolregion werden | MINT-Bereiche an den Hochschulen Hamburgs – durch Kooperationen weitere Verbesserung

Eine bessere Vernetzung der Hochschulen, der außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft bildet die wichtigste Voraussetzung und zugleich die größte Chance für eine weitere Optimierung der MINT-Bereiche an den staatlichen Hochschulen in Hamburg. Zu diesem Ergebnis gelangt der Wissenschaftsrat, der die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) an vier von acht staatlichen Hochschulen – der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, der Technischen Universität Hamburg-Harburg (UHH) und der HafenCity Universität Hamburg – in der Freien und Hansestadt begutachtet hat.

Insgesamt stellt der Wissenschaftsrat den vier Hochschulen ein gutes Zeugnis aus: Die MINT-Bereiche nehmen an den begutachteten Institutionen eine wichtige Stellung ein und prägen den Wissenschaftsstandort Hamburg maßgeblich mit. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten bieten erhebliche Chancen: Auf einigen Feldern (z. B. in der Medizinische Diagnostik, der Photonik oder der Sensorik) kann von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis zur industriellen Umsetzung die gesamte Bandbreite dieser Leistungsdimension abgedeckt werden. Besonders leistungsfähig sind die am Campus Bahrenfeld angesiedelte Physik (mit dem Exzellenzcluster „Hamburg Centre for Ultrafast Imaging – CUI“) sowie die Klimawissenschaften, die mit CliSAP (Integrated Climate System Analysis and Prediction) ebenfalls über ein Exzellenzcluster verfügt. Die in Bahrenfeld geplante Erweiterung der Forschung um biologische und medizinische Fragestellungen birgt erhebliches Forschungspotenzial; vielversprechender Ausgangspunkt für die biologische Forschung der UHH ist zudem die Strukturbiologie. Hervorzuheben sind auch die Materialwissenschaften sowie die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Rahmen der Wirtschaftscluster.

Vorbedingung für den weiteren Ausbau der Forschungsaktivitäten ist jedoch, dass alle Akteure am Standort in Zukunft noch intensiver zusammenarbeiten. „Bislang nutzen die Hochschulen die Chancen, die sich aus dem hervorragenden Umfeld mit zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der (teilweise einzigartigen) Infrastruktur ergeben, noch nicht in vollem Umfang“, erläutert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Manfred Prenzel. „Dabei bietet gerade der Stadtstaat Hamburg hervorragende Voraussetzungen, die einen Standortvorteil für die wachsende Metropolregion darstellen können.“

Eine der zentralen Empfehlungen des Wissenschaftsrates lautet daher, einen permanenten MINT-Forschungsrat einzurichten, dem die Leiterinnen und Leiter aller wichtigen Wissenschaftseinrichtungen der MINT-Bereiche, externe Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft angehören sollten. Ziel sollte es sein, eine gemeinsame Forschungsstrategie für die MINT-Bereiche in Hamburg zu entwickeln und zu koordinieren, um das vorhandene Potenzial noch besser auszuschöpfen. Vor allem der Campus Bahrenfeld, der bereits heute internationale Strahlkraft besitzt, ist hierfür ein wichtiger Ausgangspunkt.

Doch auch in der Lehre empfiehlt der Wissenschaftsrat eine engere Kooperation der Hochschulen. So ließe sich auf der einen Seite das Lehrangebot weiter verbessern, auf der anderen Seite könnten Ressourcen gebündelt werden. Dies beinhaltet auch, sich bei der Einrichtung neuer Studienangebote sowie bei der Etablierung von Weiterbildungsangeboten abzustimmen.

Für die Informatik, die an drei Hochschulen des Landes angeboten wird, schlägt der Wissenschaftsrat die Einrichtung einer Kooperationsplattform vor. Angesichts der steigenden Bedeutung dieses Fachs könnte eine stärker institutionalisierte Zusammenarbeit dazu beitragen, das Potenzial in Forschung, Lehre, Nachwuchsausbildung und Transfer noch stärker zum Tragen zu bringen.

Dass das Land Zusatzmittel für die Hochschulen bereitgestellt hat, ist eine erste Maßnahme, die strategische Schwerpunktfindung und -setzung der Hochschulen auszubauen. Allerdings verweist der Wissenschaftsrat auf die Notwendigkeit einer verlässlichen und auskömmlichen Grundfinanzierung und regt Nachverhandlungen über die Budgets zwischen Land und Hochschulen an. „Natürlich reicht Geld allein nicht aus, um hervorragende Leistungen in Forschung und Lehre zu erzielen“, stellt Prenzel, klar. „Allerdings könnte eine Erhöhung der zentralen Mittel – wenn man mit diesen hochschulzentrale Fonds zur internen Förderung von Initiativen in Forschung und Lehre schaffen würde – die Strategiefähigkeit der Hochschulen weiter erhöhen.“ Zudem kann erwartet werden, dass die Hochschulen von der raschen Umsetzung der notwendigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen durch das Land profitieren werden.

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