Forschungsrating

Zum Forschungsrating allgemein

In seinen "Empfehlungen zu Rankings im Wissenschaftssystem, Teil 1: Forschung" vom November 2004 hat der Wissenschaftsrat das Konzept eines neuartigen Verfahrens für ein Forschungsrating entwickelt, das die Forschungsleistungen aller deutschen Universitäten und der von Bund und Ländern gemeinsam geförderten außeruniversitären Forschungseinrichtungen vergleicht und bewertet. Nach einem Beschluss des Wissenschaftsrates vom Juli 2005 wurde dieses Verfahren in einer Pilotstudie erprobt.

Die Ergebnisse für die zwei in der Pilotstudie exemplarisch untersuchten Fachgebiete Chemie und Soziologie wurden am 18. Dezember 2007 bzw. am 18. April 2008 veröffentlicht.

In seinen Sitzungen im Mai 2008 hat sich der Wissenschaftsrat mit den Erfahrungen aus der Pilotstudie befasst und zur Zukunft des Forschungsratings Stellung genommen. Die Pilotstudie hat gezeigt, dass das empfohlene Verfahren für zwei sehr unterschiedliche Fächer durchführbar ist, und sie hat gleichzeitig mögliche Wege zur Vereinfachung des Verfahrens aufgezeigt.

Der Wissenschaftsrat hat beschlossen, das Verfahren für ein Forschungsrating weiterzuentwickeln und die Lehren aus der Pilotstudie anhand eines geistes- und eines technikwissenschaftlichen Fachs in die Tat umzusetzen. Parallel wird er die Nutzung der Ergebnisse der Pilotstudie weiterverfolgen und dazu auch mit den Adressaten aus Hochschulen und Fachgemeinschaften darüber ins Gespräch treten.

Die verantwortliche Steuerungsgruppe hat für die Technikwissenschaft die Elektro- und Informationstechnik ausgewählt. In den Geisteswissenschaften wird das Forschungsrating im Fach Anglistik/Amerikanistik erprobt. Zuvor hatte die Steuerungsgruppe „Empfehlungen zur vergleichenden Forschungsbewertung in den Geisteswissenschaften verabschiedet“. Zur Weiterentwicklung des Verfahrens hat die Steuerungsgruppe darüber hinaus eine Unterarbeitsgruppe „Standardisierung der Datenerhebung“ eingesetzt. Die Unterarbeitsgruppe soll mögliche Maßnahmen zur Reduzierung des Aufwands der Datenerhebung zu Zwecken der Forschungsbewertung an den Hochschulen prüfen und Empfehlungen für konkrete Schritte zur Entwicklung von Standards der Datenerhebung erarbeiten.

Die Stellungnahme des Wissenschaftsrates, die Abschlussberichte der für die Pilotstudie verantwortlichen Steuergruppe und der Bewertungsgruppen Chemie und Soziologie sowie die Empfehlungen zur vergleichenden Forschungsbewertung in den Geisteswissenschaften finden Sie unter Dokumente.

Ansprechpartner für weitergehende Fragen finden Sie hier.