
Pressemitteilung 14/2007
vom 29. Mai 2007
Die Kommunikations- und Medienwissenschaften geben wesentliche Impulse für kulturelle, ökonomische und technische Entwicklungen unserer Gesellschaft. Auch der Beratungsbedarf von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wird weiter steigen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Wissenschaftsrat umfassend mit der Weiterentwicklung der Kommunikations- und Medienwissenschaften in Deutschland beschäftigt. Mit seinen Empfehlungen wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, dieses breite und vielgestaltige Feld zu strukturieren. Außerdem benennt er Chancen sowie Fehlentwicklungen und formuliert Vorschläge, wie Lehre, Forschung und Organisation der Kommunikations- und Medienwissenschaften verbessert werden können. Damit soll die Leistungsfähigkeit dieses Gebietes gestärkt werden. Gleichzeitig soll durch eine Verbesserung des Studienangebotes und der Betreuungssituation der enormen Nachfrage der Studierenden Rechnung getragen werden.
Die umfassende Medialisierung unserer Lebenswelt und die dynamische Entwicklung im Zuge der Digitalisierung der Medien haben die gesamte Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten tiefgreifend verändert. Die Medien- und Unterhaltungsbranche hat sich mit einem Umsatz von rund 57 Milliarden Euro (2005) zu einem der wichtigen Wirtschaftszweige in Deutschland entwickelt. Die Zahl der Erwerbstätigen, so zeigt die Sonderauswertung des Mikrozensus im Auftrag des Wissenschaftsrates, stieg in der Medienbranche um mehr als 300.000 in den letzten zehn Jahren. Gerade Medienberufe weisen einen sehr hohen Akademisierungsgrad von rund 40 Prozent auf. Die Nachfrage der Studierenden, "irgendetwas mit Medien" studieren zu wollen, ist ungebrochen. Ihre Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.
Zu den Ergebnissen im Einzelnen:
| Hintergrundinformationen |
Hinweis: Die "Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Kommunikations- und Medienwissenschaften" (Drs. 7901-07) sind hier als Volltext veröffentlicht, sie können aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
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