Wissenschaftsrat

Studium und Hochschulbildung

Die Zahl der Menschen, die ein Hochschulstudium aufnehmen, ist in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen. Dadurch haben sich die Erwartungen, die an ein Studium gestellt werden, sowie die Rahmenbedingungen, unter denen es stattfindet, geändert. Der Wissenschaftsrat hat sich sowohl zur Ausgestaltung des Studiums als auch zur Bedeutung der Hochschulbildung für den beruflichen Werdegang der Absolventinnen und Absolventen positioniert.

In der vierteiligen Reihe

„Empfehlungen zur Qualifizierung von Fachkräften vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“

hat sich der Wissenschaftsrat mit der Frage beschäftigt, wie Hochschulen in Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren und die Qualifizierung von Fachkräften sicherstellen können. Dabei hat er das Verhältnis zwischen beruflicher und akademischer Bildung betrachtet und empfohlen, ein Online-Portal „Bildungsnavigator“ einzuführen und somit die teils unübersichtlichen Informationsangebote im Internet zusammenzuführen und zu systematisieren. Ebenso hat er das Verhältnis zwischen Hochschulbildung und dem Arbeitsmarkt in den Blick genommen und betont, dass ein Hochschulstudium grundsätzlich zugleich der fachwissenschaftlichen Bildung, der Persönlichkeitsentwicklung und der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt dient. Von diesen Zielen sollte keines zu kurz kommen, die Hochschulen können jedoch Schwerpunkte setzen. Angesichts der zahlreichen geflüchteten Studierenden hat der Wissenschaftsrat außerdem Empfehlungen zur Qualifizierung von internationalen Studierenden gegeben und im Zuge des lebenslangen Lernens auch zu hochschulischen Weiterbildungsangeboten.

Zur Ausgestaltung des Medizinstudiums hat der Wissenschaftsrat mehrere Empfehlungen herausgegeben; dabei hat er eine Ausbildung vorgeschlagen, die sich stärker an den ärztlichen Rollen und Kompetenzen orientiert als an den beteiligten Fächern. Zahlreiche Empfehlungen sind im „Masterplan Medizinstudium 2020“ aufgegriffen worden. Der Wissenschaftsrat hat eine unabhängige Expertenkommission eingesetzt, die Empfehlungen zur Umsetzung des Masterplans erarbeitet hat.

Zu weiteren Gesundheitsfachberufen, etwa in der Pflege, in der Therapie und in der Geburtshilfe, hat der Wissenschaftsrat Weiterentwicklungen empfohlen, insbesondere eine stärkere Akademisierung. Die dabei vom Wissenschaftsrat angegebene Zielmarke von zehn bis 20 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs hat in den öffentlichen Debatten eine hohe Resonanz erzielt.

Empfehlungen zum Aufgabengebiet "Studium und Hochschulbildung"

Empfehlungen zu hochschulischer Weiterbildung als Teil des lebenslangen Lernens - Vierter Teil der Empfehlungen zur Qualifizierung von Fachkräften vor dem Hintergrund des demographischen Wandels (Drs. 7515-19), Januar 2019

Empfehlungen zur Gewinnung, Integration und Qualifizierung internationaler Studierender - Dritter Teil der Empfehlungen zur Qualifizierung von Fachkräften vor dem Hintergrund des demographischen Wandels (Drs. 5437-16), Juli 2016

Empfehlungen zum Verhältnis von Hochschulbildung und Arbeitsmarkt - Zweiter Teil der Empfehlungen zur Qualifizierung von Fachkräften vor dem Hintergrund des demographischen Wandels (Drs. 4925-15), Oktober 2015

Empfehlungen zum Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung - Erster Teil der Empfehlungen zur Qualifizierung von Fachkräften vor dem Hintergrund des demographischen Wandels (Drs. 3818-14), April 2014

Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Medizinstudiums in Deutschland auf Grundlage einer Bestandsaufnahme der humanmedizinischen Modellstudiengänge (Drs. 4017-14), Juli 2014

Empfehlungen zur Entwicklung des dualen Studiums | Positionspapier (Drs. 3479-13), Oktober 2013

Empfehlungen zur Akkreditierung als Instrument der Qualitätssicherung (Drs. 2259-12), Mai 2012

Empfehlungen zu forschungs- und lehrförderlichen Strukturen in der Universitätsmedizin (Drs. 5913-04), Januar 2004

Empfehlungen zur Reform der staatlichen Abschlüsse (Drs. 5460-02), November 2002

Empfehlungen zur künftigen Struktur der Lehrerbildung (Drs. 5065-01), November 2001

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