Wissenschaftsrat

Bund-Länder-Institute (Leibniz-Gemeinschaft)

Mehrfach Stellung bezogen hat der Wissenschaftsrat zu den von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Forschungsinstituten, die seit 1975 als Institute der so genannten „Blauen Liste“ administrativ zusammengefasst wurden. Diese haben sich 1990 in der „Arbeitsgemeinschaft Blaue Liste“ (seit 1997 in der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V.“ [WGL], heute Leibniz-Gemeinschaft) zusammengeschlossen. Es handelte sich fachlich wie von ihrer Aufgabenstellung her um eine sehr heterogene Gruppe von Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen, die lediglich ihre je hälftige Finanzierung durch Bund und Länder verband.

Zweimal (in den Zeiträumen zwischen 1979 und 1992 sowie zwischen 1995 und 2000) hat der Wissenschaftsrat im Auftrag von Bund und Ländern sämtliche Einrichtungen der „Blauen Liste“ evaluiert und Empfehlungen für ihre weitere Förderung gegeben. Nicht zuletzt die deutsche Wiedervereinigung, die mit einem Zuwachs von allein 34 Blaue-Liste-Instituten in den neuen Ländern  einherging,  hatte Fragen der künftigen Steuerung dieser Gruppe von Einrichtungen an Bedeutung gewinnen lassen.

Empfehlungen zur Neuordnung der Blauen Liste, 1993

Entscheidend für die weitere Entwicklung der Blauen Liste zur heutigen Leibniz-Gemeinschaft waren die Empfehlungen aus dem Jahr 2001. In diesen nahm der Wissenschaftsrat eine funktionale Einordnung der Bund-Länder-Institute im Wissenschaftssystem vor, befasste sich mit der künftigen Qualitätssicherung und schlug neue Formen der Selbstorganisation vor. 

Systemevaluation der Blauen Liste – Stellungnahme des Wissenschaftsrates zum Abschluss der Bewertung der Einrichtungen der Blauen Liste vom November 2000, in : Wissenschaftsrat: Stellungnahme zu Instituten der Blauen Liste, Bd. XII, Köln 2001

Aktuell wird der Wissenschaftsrat im Vorfeld von Neuaufnahmen in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz um eine gutachtliche Stellungnahme gebeten.

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