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Evaluation

Der Evaluationsausschuss fungiert als Steuerungsorgan für Evaluationsaufgaben, die dem Wissenschaftsrat übertragen wurden. Zur Durchführung der Evaluationsaufgaben setzt der Ausschuss Arbeitsgruppen ein. Grundlage der Tätigkeit des Ausschusses und seiner Arbeitsgruppen ist der Leitfaden „Aufgaben, Kriterien und Verfahren des Evaluationsausschusses des Wissenschaftsrates“, der kontinuierlich überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben wird. Dabei werden einschlägige Empfehlungen des Wissenschaftsrates - wie etwa die „Empfehlungen zur Bewertung und Steuerung von Forschungsleistung“ - aufgegriffen. 

Der Evaluationsausschuss befasst sich in erster Linie mit institutionellen Evaluationen: daneben führt er im Zusammenhang mit institutionellen Evaluationen auch Querschnittsbegutachtungen einzelner Forschungsgebiete, wie derzeit der Friedens- und Konfliktforschung durch. Außerdem werden im Arbeitsgebiet Evaluation Stellungnahmen zu Forschungsinfrastrukturen erarbeitet - zuletzt die „Empfehlung zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland bis 2020”. Momentan erarbeitet eine Arbeitsgruppe Empfehlungen zu Forschungskollegs / Institutes for Advanced Studies in Deutschland, die der Wissenschaftsrat als soziale Forschungsinfrastrukturen begreift.

Gegenwärtig ist der Evaluationsausschuss vor allem mit der Evaluation einzelner Forschungseinrichtungen, zum Teil verbunden mit einer Förderempfehlung zur Aufnahme in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern (WGL) oder zur strategischen Erweiterung von Leibniz-Instituten, befasst. Institutionelle Einzelevaluationen führt er auch in Einrichtungen mit FuE-Aufgaben des Bundes durch, zu denen er 2007 und 2010 aufbauend auf einer systematischen Begutachtung des gesamten Feldes sowie 2017 mit Blick auf die Einrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übergreifende Stellungnahmen erarbeitet hat. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Einrichtungen der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur. Außerdem erarbeitet der Evaluationsausschuss Berichte und Stellungnahmen zur Nachverfolgung der Umsetzung von Empfehlungen des Wissenschaftsrates und legt sie diesem zur Beratung und Verabschiedung vor.

Schließlich werden im Arbeitsgebiet Informationen zur Dauer des Studiums an Universitäten und Fachhochschulen sowie zur Verteilung der Prüfungsnoten aufbereitet und veröffentlicht. Auf der Grundlage dieser empirischen Untersuchungen macht der Wissenschaftsrat strukturelle Änderungen im Hochschul- und Wissenschaftssystem kenntlich und stützt hierauf Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung ab.

Evaluationsausschuss: Vorsitz Frau Professorin Dr. Karin Jacobs
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Andreas Stucke, Frau Dr. Silviana Galassi

Das vorliegende Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrates gilt für die zweite Hälfte
des Jahres 2018. Der Wissenschaftsrat hat es am 06. Juli 2018 verabschiedet.  

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Stucke
stucke(at)wissenschaftsrat.de
Telefon +49 (0)221 3776-257

Evaluation der Einrichtungen mit Ressortforschungsaufgaben des Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) | Arbeitsgruppen

In Umsetzung des „Konzepts für eine moderne Ressortforschung“ der Bundesregierung bittet das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Schreiben vom 4. Mai 2015, die Ressortfortforschungseinrichtungen in seinem Geschäftsbereich erneut evaluieren zu lassen. Im Einzelnen handelt es sich um:

Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien, Munster,
Vorsitz: Herr Professor Dr. Oliver Speck
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel
(Stellungnahme im Oktober 2017 verabschiedet)

Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe, Erding,
Vorsitz: Herr Professor Dr. Oliver Speck
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Arndt Lümers
(Stellungnahme im April 2018 verabschiedet)

Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Euskirchen,
Vorsitz: Herr Professor Dr. Manfred Strecker
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München,
Vorsitz: Herr Professor Dr. Oliver Speck
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, München,
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Simone Fulda
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr, München,
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Annette Beck-Sickinger
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Zentrum der Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe, Köln,
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Simone Fulda
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Schifffahrtmedizinisches Institut der Marine, Kronshagen,
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Simone Fulda
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und 
Forschung – WTD 71, Forschungsbereich für Wasserschall und Geophysik, Eckernförde,

Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (InstPrävMedBw), Andernach und

Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam.

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und die Evaluationsverfahren im Zeitraum von 2017 bis 2022 durchzuführen.

Die Vorlage der Stellungnahmen wird in etwa halbjährlicher Folge bis zur 1. Jahreshälfte 2023 angestrebt.

Evaluation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Herr Professor Dr. Uwe Schimank
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

Im Rahmen der Evaluierung der Ressortforschung des Bundes hatte der Wissenschaftsrat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2007 erstmals begutachtet. Im Jahr 2011 hatte er zur Umsetzung der sich daraus ergebenden Empfehlungen Stellung genommen. Zur Verstetigung und Weiterentwicklung einer wissenschaftlich abgesicherten und qualitativ hochwertigen Beratung bitten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), für das das IAB im Rahmen geregelter Kooperationen Ressortforschungsaufgaben übernimmt, und die BA, deren besondere Dienststelle das IAB ist, über das BMBF mit Schreiben vom 7. Juni 2017 darum, das IAB erneut zu begutachten.

Auf der Grundlage gesetzlicher Aufträge berät das IAB die Politik und betreibt und initiiert multidisziplinäre empirische Forschung in seinen Themenfeldern. Hierfür erhebt und erschließt es Personen-, Haushalts- und Betriebsdaten und stellt diese der Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung.

BMAS und BA bitten darum, bei der Evaluation insbesondere folgende Aspekte in den Blick zu nehmen:
_  die Tragfähigkeit der Forschungsstrategie des IAB,
_  die Qualität und Quantität des wissenschaftlichen Outputs,
_  die Positionierung und Vernetzung in der Forschungslandschaft,
_  die Produktion und Bereitstellung von Daten,
_  den Transfer der Forschungsergebnisse in die (Fach-)Öffentlichkeit,
_  die Angemessenheit von Organisation und Infrastruktur sowie
_  die Aktivitäten des IAB hinsichtlich Personalentwicklung, Nachwuchsförderung und Arbeitgeberattraktivität.

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Evaluationsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2018 einzuleiten. Eine Vorlage der Stellungnahme wird für das erste Halbjahr 2019 angestrebt.

Evaluation des Sigmund-Freud-Instituts (SFI) in Frankfurt a. M. | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Irene Dingel
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Das 1959 gegründete Sigmund-Freud-Institut (SFI) ist ein national und international vernetztes Forschungsinstitut für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. Im Rahmen von Forschungsprojekten untersucht es die Ursachen und Funktionsweisen von seelischem Leid und Krankheit in seinen individuellen und sozialen Dimensionen. Damit soll ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Psychoanalyse als Wissenschaft, Therapieform und Sozialpsychologie geleistet werden. Das SFI kommuniziert seine Arbeitsergebnisse in Publikationen, Vorträgen und Tagungen und engagiert sich in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Institut betreibt eine Forschungsambulanz, in der jährlich etwa 600 Patientinnen und Patienten betreut werden. Aktuell ist der Fokus der Arbeit stark auf traumatisierte Flüchtlinge sowie die Frage der Radikalisierung von Gesellschaftsgruppen gerichtet.

Das Land Hessen hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 30. März 2016 gebeten, das SFI im Jahr 2017 zu begutachten und Empfehlungen zur künftigen Entwicklung des Instituts abzugeben. Mit Schreiben vom 10. Januar 2017 bat das Land um eine Verschiebung des Evaluationstermins. Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Begutachtungsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2019 durchzuführen. Eine Vorlage der Stellungnahme in der zweiten Jahreshälfte 2020 wird angestrebt.

Evaluation des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e. V. an der Technischen Universität Dresden (HAIT) | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Herr Professor Dr. Caspar Hirschi
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Das 1993 gegründete Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) hat den Auftrag, in interdisziplinärer Arbeit von Vertreterinnen und Vertretern der Geschichts- und Sozialwissenschaften die politischen und gesellschaftlichen Strukturen von NS-Diktatur und SED-Regime sowie ihre Folgen für die Gestaltung der Deutschen Einheit zu analysieren, totalitäre Systeme und ihre Strukturen sowie den Widerstand gegen Gewaltherrschaft zeitgeschichtlich zu erforschen und zu dokumentieren sowie die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus gehören das Opfergedenken, seine wissenschaftliche Aufarbeitung sowie ein Bildungsauftrag an Hochschulen, Lehrerbildungseinrichtungen und Schulen zum Auftrag des HAIT.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 5. Februar 2018 gebeten, das HAIT einer Evaluation zu unterziehen. Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen und das Begutachtungsverfahren in der ersten Jahreshälfte 2019 durchzuführen. Eine Vorlage der Stellungnahme in der zweiten Jahreshälfte 2019 wird angestrebt.

Evaluation der Landesinitiative Kleine Fächer in Baden-Württemberg | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Irene Dingel
Betreuung in der Geschäftsstelle: N.N.

Die Kleinen Fächer stehen aufgrund ihrer großen Bedeutung sowohl für die Wissenschaft als auch für unterschiedliche gesellschaftliche Fragestellungen und Herausforderungen bereits seit längerem im Fokus des Wissenschaftsrates und waren in unterschiedlichen Kontexten schon zentraler Gegenstand seiner Empfehlungen, so etwa in den „Empfehlungen zur Entwicklung und Förderung der Geisteswissenschaften in Deutschland“ im Jahr 2006 und in der „Übergreifende Stellungnahme zu geisteswissenschaftlichen Zentren“ im Jahr 2010. Seither wurden auf Ebene des Bundes, einzelner Länder und von Organisationen der Forschungsförderung Initiativen zur Stärkung Kleiner Fächer angestoßen. Gleichwohl bestehen nach wie vor insbesondere strukturelle Herausforderungen für die Weiterentwicklung und Stärkung Kleiner Fächer jenseits eines undifferenzierten „Artenschutzes“.

Vor diesem Hintergrund hat das Land Baden-Württemberg im Jahr 2013 eine Expertenkommission mit der Untersuchung der Situation Kleiner Fächer im Land eingesetzt. In Umsetzung der Empfehlungen dieser Expertenkommission wurde im Jahr 2015 die Landesinitiative Kleine Fächer ins Leben gerufen. Deren Nukleus ist der „Zukunftsrat Kleine Fächer“, eine gemeinsame Kommunikationsplattform relevanter Akteure im Bereich Kleine Fächer. Zudem wurde ein mit drei Millionen Euro dotierter Strukturfonds Kleine Fächer aufgelegt, aus dem derzeit 13 Vorhaben mit strukturveränderndem Potenzial gefördert werden.

Mit Schreiben vom 16. März 2018 hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg den Wissenschaftsrat gebeten, die Landesinitiative Kleine Fächer in Baden-Württemberg zu evaluieren und eine Einschätzung zu deren Konzeption, Umsetzung und Wirkung abzugeben. Zudem soll geprüft werden, ob und ggf. welche Aspekte der Landesinitiative als modellhaft angesehen werden können und wo Potenziale für eine Fortentwicklung gesehen werden.

Der Evaluationsausschuss wird zur Durchführung des Verfahrens eine Arbeitsgruppe einsetzen. Eine Vorlage der Stellungnahme wird für die zweite Jahreshälfte 2019 angestrebt.

Empfehlungen zur Weiterentwicklungen der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ursula Münch
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Silviana Galassi

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 8. Dezember 2016 darum gebeten, eine umfassende Evaluation des Forschungsfeldes „Friedens- und Konfliktforschung“ unter Berücksichtigung aller relevanten Einrichtungen in Deutschland durchzuführen. Die Begutachtung soll sich gleichermaßen auf die universitäre Forschung und Lehre, die außeruniversitäre Forschung und die Rolle der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) als Förderorganisation erstrecken.

Die Friedens- und Konfliktforschung, die sich in Deutschland institutionell seit den späten 1960er Jahren entwickelt hat, ist ein Forschungsfeld von großer disziplinärer und thematischer Breite. Im Kern stehen Fragen nach den Ursachen, Formen, Verläufen und Veränderungen zwischen – wie innerstaatlicher Konflikte und Kriege sowie nach den Verfahren und Voraussetzungen für ihre Beilegung und die Etablierung stabiler Friedensordnungen. Angesichts politischer Spannungslagen und kriegerischer Auseinandersetzungen in unterschiedlichen Weltregionen hat in jüngerer Zeit die Nachfrage von Politik und Gesellschaft nach sicherheits- und friedenspolitischer Expertise spürbar zugenommen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der wissenschaftlichen Qualität und Unabhängigkeit sowie der gesellschaftspolitischen Relevanz der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland.

Im Rahmen der Evaluation dieses Forschungsfeldes bittet das BMBF den Wissenschaftsrat daher zu prüfen, wie gut die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland insgesamt aufgestellt ist. Dabei sollen sowohl ihr wissenschaftliches Leistungsvermögen in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung als auch ihre Fähigkeit in den Blick genommen werden, wesentliche Beiträge für Politik und Gesellschaft zum Umgang mit aktuellen gesellschafts- und außenpolitischen Herausforderungen zu leisten. Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, wie die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland weiterentwickelt werden sollte und wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Forschungspolitik in Bund und Ländern zu dieser Weiterentwicklung beitragen können.

Der Wissenschaftsrat hat zur Durchführung dieser Evaluation eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ihre Beratungen in der zweiten Jahreshälfte 2017 aufgenommen hat. Eine Vorlage des Empfehlungsentwurfs in der ersten Jahreshälfte 2019 wird angestrebt.

Entwicklungsperspektiven von Forschungskollegs / Institutes for Advanced Studies in Deutschland | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Sabine Maasen
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Stefan Lange

In Deutschland hat sich – forciert in den vergangenen zehn Jahren – eine große Anzahl an Forschungskollegs bzw. Institutes for Advanced Studies (IAS) etabliert. Als kleinster gemeinsamer Nenner wird diesen wissenschaftlichen Einrichtungen in der Regel die Förderung herausragender Einzelforscherinnen und -forscher durch Fellowship-Programme sowie die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Wissenschaft zugeschrieben. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl von Selbstbeschreibungen, unterschiedlichen institutionellen Verortungen, Finanzierungsformaten, Zielgruppen und Leistungsportfolios der Kollegs/ IAS. Insgesamt hat sich ein stark ausdifferenzierter Institutionentyp im Wissenschaftssystem entwickelt, der sich einerseits an historischen Vorbildern – wie dem Princeton IAS – orientiert und andererseits eine neue Identität im Kontext gegenwärtiger wissenschaftlicher Herausforderungen sucht.

Der Wissenschaftsrat hat sich in der Vergangenheit in der Regel bezogen auf Einzelfälle mit IAS wie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin oder dem Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst beschäftigt. Im Kontext umfassenderer Empfehlungen wurden Kollegs bzw. IAS unter anderem als Förderformate für bestimmte Disziplinen, als „soziale Forschungsinfrastrukturen“ oder als Instrumente institutioneller Strategien von Hochschulen behandelt.

Nach wie vor fehlt eine systematische Bestandsaufnahme von Merkmalen, Funktionen, Strukturen und Leistungen von IAS in Deutschland – sowohl im internationalen Vergleich mit anderen Einrichtungen dieses Typs in Europa und den USA als auch mit Blick auf die Verzahnung mit den Kerninstitutionen des Wissenschaftssystems, insbesondere mit den Hochschulen. Die Arbeitsgruppe wird charakteristische und zeitgemäße Funktionen von Forschungskollegs / IAS nicht nur herausarbeiten, sondern diese auch äquivalent zu anderen Institutionen und Formaten der Wissenschaftsförderung bewerten. In diesem Zusammenhang sollen wissenschaftspolitische Empfehlungen sowohl zur strukturellen Weiterentwicklung des institutionellen Feldes der IAS in Deutschland als auch zur inhaltlichen Aktualisierung von Anforderungs- und Tätigkeitsprofilen in einem dynamischen und globalen wissenschaftlichen Umfeld gegeben werden.

Der Wissenschaftsrat hat zur Durchführung dieser Bestandsaufnahme und zur Erarbeitung von Empfehlungen  eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ihre Beratungen in der ersten Jahreshälfte 2018 aufnehmen soll. Eine Vorlage des Empfehlungsentwurfs wird in der ersten Jahreshälfte 2020 angestrebt.

Strukturevaluation der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Berlin | Arbeitsgruppe

Vorsitz: Frau Professorin Dr. Martina Brockmeier
Betreuung in der Geschäftsstelle: Dr. Arndt Lümers

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bittet über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Schreiben vom 3. Juli 2018 den Wissenschaftsrat, eine Strukturevaluation der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) durchzuführen.

Die 1957 gegründete Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist aus den Sammlungen und Archiven des preußischen Staates hervorgegangen. Die SPK zählt zu den größten Kultureinrichtungen weltweit und betreibt außerdem Forschung im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die bundesunmittelbare Stiftung wird von Bund und allen sechzehn Bundesländern gemeinschaftlich getragen und finanziert. Sie umfasst fünf Einrichtungen: die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin, das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung. Sitz der SPK ist Berlin. Die Stiftung bewahrt, pflegt und ergänzt ihre umfangreichen Sammlungen und vermittelt diese in der Öffentlichkeit durch Ausstellungen, Veröffentlichungen, Veranstaltungen sowie über Zugänge zu den Bibliotheks- und Archivbeständen. Alle Einrichtungen betreiben außerdem eigenständige Forschung.

Der Wissenschaftsrat wird gebeten, in seiner Strukturevaluation insbesondere folgende Dimensionen zu begutachten:

_die Governance-Struktur der SPK, unter besonderer Berücksichtigung der Finanzierungsmodalitäten für eine tragfähige Finanzierungsstruktur, einer Einschätzung zu eventuellen Doppelstrukturen sowie Empfehlungen für eine Zentralisierung oder auch Dezentralisierung von Aufgabenbereichen,

_die Sammlungen, Ausstellungen, Bibliotheken und Archive der SPK, vor allem mit Blick auf deren Service- und Dienstleistungsorientierung und die Umsetzung des Stiftungsauftrags,

_die Rolle der Forschung bei der SPK, mit einer Betrachtung der Forschung auch im Verhältnis zu den anderen Stiftungsaufgaben und einer Einschätzung der Planungen für den Forschungscampus Dahlem,

_die Digitalisierungsstrategie der SPK, mit einer Einschätzung des Ist-Standes und Empfehlungen für die Weiterentwicklung.

Der Wissenschaftsrat bittet den Evaluationsausschuss, eine Arbeitsgruppe einzusetzen und das Evaluationsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2018 einzuleiten. Eine Vorlage der Stellungnahme wird für den Sommer 2020 angestrebt.

Aufnahmen von Einrichtungen in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung gemäß AV WGL und strategische Erweiterungen von Leibniz-Instituten | Arbeitsgruppen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat Anfang 2014 ein neues, prioritätenorientiertes Verfahren für die Aufnahme von Einrichtungen in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung gemäß AV WGL und strategische Weiterentwicklung von Leibniz-Einrichtungen entwickelt. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde der Wissenschaftsrat gebeten, Stellung zu beabsichtigten Neuaufnahmen und großen strategischen Sondertatbeständen zu nehmen.
Mit Schreiben vom 29. Oktober 2017 hat der Ausschuss der GWK den Wissenschaftsrat gebeten, zur Aufnahme folgender Einrichtungen Stellung zu nehmen:

Deutsches Resilienz-Zentrum (DRZ), Mainz
Vorsitz: Frau Professorin  Dr. Anja-Katrin Boßerhoff
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Klaudia Haase

LOEWE-Zentrum „Sustainable Architecture for Finance in Europe“ (SAFE)
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ursula Münch
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Stefan Lange

Darüber hinaus hat der Ausschuss der GWK den Wissenschaftsrat gebeten, zu folgenden großen strategischen Sondertatbeständen Stellung zu nehmen:

Strategische Erweiterung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin            
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ursula Münch
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Arndt Lümers

Strategische Erweiterung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle e. V. (IWH)
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Ursula Münch
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Daisy Wessel

Der Ausschuss der GWK hat den Wissenschaftsrat gebeten, die Anträge auf Aufnahme des SAFE sowie auf strategische Erweiterung des DIW und des IWH in einem gemeinsamen Verfahren zu prüfen und dabei sowohl die Einzelanträge als auch das die drei Anträge verbindende Konzept „Stärkung der Finanzmarktforschung in Deutschland durch Aufbau eines international wettbewerbsfähigen Netzwerks“ zu bewerten.

Der Wissenschaftsrat hat den Evaluationsausschuss gebeten, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen und die Evaluationsverfahren durchzuführen. Eine Vorlage der Stellungnahmen im Januar 2019 ist vorgesehen.

Nachverfolgungen

Der Wissenschaftsrat bittet im Kontext institutioneller Einzelbegutachtungen Zuwendungsgeber und Einrichtungen, über die Umsetzung seiner Empfehlungen, in aller Regel nach drei Jahren, zu berichten. Entsprechende Umsetzungsberichte und Beschlussempfehlungen wird der Evaluationsausschuss in den Jahren 2017/2018 zu den im Folgenden aufgeführten Stellungnahmen vorbereiten und dem Wissenschaftsrat zur Verabschiedung vorgelegen:

Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Hannover (zum Zeitpunkt der Evaluation: HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF)),

Deutsches Archäologisches Institut (DAI), Berlin,

Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main (IfS), Frankfurt/M.,

Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn,

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin,

Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (TI), Braunschweig,

Umweltbundesamt (UBA), Dessau-Roßlau.

Quantitative Analysen

Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Kristiane Prescha

Auf der Grundlage quantitativer Untersuchun­gen macht der Wissenschaftsrat strukturelle Änderungen im Hochschul- und Wissenschaftssystem kenntlich und stützt hierauf Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Eine wachsende Bedeutung haben hierbei Analysen zur Leistungsfähig­keit der Hoch­schu­len und For­schungseinrichtungen erlangt. 

1. Prüfungsnoten an deutschen Hochschulen

Als Beitrag zur Leistungstransparenz und Qualitätssicherung in der Lehre hat die Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates seit 2003 im Abstand von jeweils fünf Jahren Berichte zu Prüfungsnoten an deutschen Hochschulen vorgelegt, die auf Daten der amtlichen Statistik basieren. In allen drei bislang vorliegenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass die durchschnittlichen Noten aufgrund offensichtlich sehr stabiler spezifischer Fächerkulturen nach Fächern, aber auch innerhalb eines Faches zwischen den Hochschulstandorten breit streuen und das Notenspektrum in vielen Fächern nur unzureichend ausgeschöpft wird. Außerdem ist über das letzte Jahrzehnt eine Tendenz zur Vergabe besserer Noten zu konstatieren.

Zeitgleich mit der jüngsten Veröffentlichung des Arbeitsberichts im Jahr 2012 zum Prüfungsjahrgang 2010 hat der Wissenschaftsrat einen wissenschaftspolitischen Kommentar verabschiedet, in dem er Empfehlungen zur möglichen Verwendung der Berichtsinhalte an die verschiedenen Adressaten wie Hochschulen, Studierende und Arbeit geber ausspricht. Auch im Hinblick auf den Bachelor-Master-Übergang müsse auf Bewertungsmaßstäbe hingewirkt werden, die eine weitgehende Vergleichbarkeit von Prüfungsnoten zumindest im gleichen Fach und in verwandten Fächern gewährleisten. Über eine Fortschreibung wird 2018 entschieden.

2. Fachstudiendauer an Universitäten und Fachhochschulen

Der letzte Bericht zur Entwicklung der Fachstudiendauer an Universitäten und Fachhochschulen für die Jahre 2007 bis 2009 ist im November 2011 veröffentlicht worden. Über eine Fortschreibung wird 2018 entschieden.

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