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Forschung

Der Wissenschaftsrat nimmt regelmäßig zur Organisation, Förderung und Bewertung der Forschung im öffentlichen Sektor Stellung. Dabei betrachtet er sowohl die Forschung an Hochschulen als auch die außeruniversitäre Forschung. Er beobachtet und bewertet Voraussetzungen und Folgen fundamentaler Veränderungen wissenschaftlicher Praktiken Stellung (Rahmenbedingungen Datenintensiver Wissenschaft),  gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Institutionengefüges der Wissenschaft ab (Weiterentwicklung der Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), Region als wissenschaftspolitischer Gestaltungsraum, Perspektiven des deutschen Wissenschaftssystems) und nimmt ihre Beziehung zu anderen Bereichen der Gesellschaft in den Blick. Diese Wechselwirkungen werden im Positionspapier zum Wissens- und Technologietransfer als Gegenstand institutioneller Strategien behandelt und stehen auch im Fokus der Frage, wie die Wissenschaft zur Bewältigung sogenannter Großer gesellschaftlicher Herausforderungen ("Grand Challenges") am besten beitragen kann. Auch Analysen und Empfehlungen zur Struktur und Entwicklung ausgewählter wissenschaftlicher Felder gehören zu den Aufgaben des Wissenschaftsrats. Derzeit erarbeitet eine Arbeitsgruppe Empfehlungen zu den Perspektiven der Informatik.

Stark geprägt wird das Wissenschaftssystem davon, wie wissenschaftliche Leistungen begutachtet und bewertet werden. Zuletzt hat der Wissenschaftsrat in einem Positionspapier Empfehlungen zum verantwortungsvollem Umgang mit Begutachtungen im Wissenschaftssystem abgegeben. 

Große Forschungsinfrastrukturen von nationaler oder internationaler Bedeutung sind immer wieder Gegenstand von Stellungnahmen des Wissenschaftsrats. Nach einer Pilotphase, die im April 2013 abgeschlossen wurde, bat das BMBF den Wissenschaftsrat im Jahr 2015 erneut, den wissenschaftsgeleiteten Teil der Bewertung umfangreicher Forschungsinfrastrukturvorhaben für eine Nationale Roadmap zu übernehmen. Der Bewertungsbericht  liegt nunmehr vor und ist am 17. Juli 2017 veröffentlicht worden. Der gesamte Prozess seitens des Wissenschaftsrats seit Ende 2017 abgeschlossen.

Das vorliegende Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrates gilt für die zweite Hälfte
des Jahres 2018. Der Wissenschaftsrat hat es am 6. Juli 2018 verabschiedet.

Ansprechpartner:
Dr. Rainer Lange
lange(at)wissenschaftsrat.de
Telefon +49 (0)221 3776-101

Forschungsausschuss | Ausschuss
Vorsitz: Herr Professor Dr. Peter Gumbsch
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Annette Barkhaus

Der Forschungsausschuss ist zuständig für die zeitnahe Erarbeitung von Positionspapieren zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Organisation und Förderung der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, die dem Wissenschaftsrat zur Verabschiedung vorgelegt werden. Er befasst sich mit dauerhaft relevanten Themen und greift sie entweder selbst auf (z. B. Wissens- und Technologietransfer als Gegenstand institutioneller Strategien) oder empfiehlt dem Wissenschaftsrat, sie in sein Arbeitsprogramm aufzunehmen. Derzeit befasst sich der Forschungsausschuss mit der Rolle anwendungsorientierter Forschung im Wissenschaftssystem. Sein Pendant sind die Ausschüsse Tertiäre Bildung und Medizin, mit denen er sich eng abstimmt bzw. themenbezogen zusammenarbeitet. Der/die Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats hat qua Amt den Vorsitz inne.

Rahmenbedingungen datenintensiver Wissenschaft | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Frau Professorin Dr. Martina Brockmeier
Betreuung in der Geschäftsstelle: Herr Dr. Moritz Mälzer, Frau Dr. Eva Maria Werner

Der Wandel zu einer zunehmend datenintensiven Wissenschaft muss aktiv gestaltet werden, denn er betrifft die Wissenschaft in allen ihren Zweigen und impliziert eine Veränderung wissenschaftlichen Arbeitens im gesamten Datenlebenszyklus. Getrieben wird dieser Wandel durch neue technische Möglichkeiten der Erhebung, Speicherung, Bereitstellung und Verarbeitung von Daten. Als Merkmale datenintensiver Wissenschaft werden große Datenvolumina, heterogene Daten einschließlich der Nutzung unstrukturierter Daten, Echtzeitverarbeitung, Wiederverwertbarkeit und Verknüpfbarkeit genannt. Dadurch soll es möglich werden, komplexe Systeme auf multiplen Skalen empirisch zu untersuchen, neue Phänomene zu entdecken, Prognosen zu verbessern und zugleich die Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen zu sichern. Mit einer verlässlichen, internationalen Standards entsprechenden Infrastruktur für die Speicherung und Zugänglichmachung von Forschungsdaten, wie sie derzeit auf Basis der Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) unter dem Titel einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) in Planung ist, soll in Deutschland eine wesentliche Voraussetzung für diesen Wandel geschaffen werden.

Eine Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats soll darüber beraten, wie dieser Wandel zu einer datenintensiven Wissenschaft erfolgreich gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei das Zusammenwirken von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, wissenschaftlichen Einrichtungen, Förderorganisationen und politischen Akteuren. Relevante Faktoren können in veränderten Publikations-, Zitations- und Bewertungsverfahren bestehen wie auch in einer Weiterentwicklung von Anreizen, veränderten Förderangeboten oder der Formulierung ergänzender Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Für den Wandel zu einer datenintensiven Wissenschaft sind aber auch Fragen der Dateneignerschaft, der Datensicherheit und der Sicherung der Datenintegrität von Bedeutung, die sich maßgeblich auf die Bereitschaft zur gemeinsamen Nutzung von Daten, den Zugang zu ihnen und auf ihre Verwertbarkeit auswirken. Auf der Ebene einzelner Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehen unter anderem Fragen der Organisation datenintensiver Wissenschaft, des Ressourceneinsatzes, der Dokumentation und Bewertung von datenbezogenen Leistungen, des Umgangs mit den von den entsprechenden Gemeinschaften entwickelten, fachspezifischen Standards sowie der einrichtungsinternen Anreizsysteme zur Diskussion. Die Arbeitsgruppe soll Empfehlungen für die Wechselwirkung der verschiedenen Akteure und eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen auf systemischer Ebene formulieren.

Die Arbeitsgruppe wurde im Juli 2017 eingerichtet und soll dem Wissenschaftsrat im Jahr 2019 einen Empfehlungsentwurf vorlegen.
 

Perspektiven der Informatik | Arbeitsgruppe
Vorsitz: Herr Professor Dr.-Ing. Peter Nyhuis
Betreuung in der Geschäftsstelle: Frau Dr. Eva Maria Werner 

Mit der Digitalisierung von Gesellschaft und Wissenschaft gewinnt die Informatik zunehmend die Rolle einer Querschnitts- und Grundlagendisziplin. Absolventinnen und Absolventen des Fachs stoßen auf große Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt und stehen häufig für Tätigkeiten in der Wissenschaft nicht zur Verfügung. Zugleich gilt die Informatik als Treiber von Innovationsprozessen in allen Teilen der Gesellschaft. Angesichts dieser zunehmenden Bedeutung beabsichtigt der Wissenschaftsrat, die Stellung der deutschen Informatik im internationalen Vergleich zu untersuchen.

Er wird in diesem Zusammenhang die institutionelle wie fachliche Strukturierung der Informatik ebenso untersuchen wie ihre Beziehungen zu Nachbardisziplinen. Einen Schwerpunkt wird die Frage bilden, ob die Informatik in Deutschland gut aufgestellt ist, um auf Herausforderungen und aktuelle Trends etwa in den Bereichen Big Data/Data Analytics, Artificial Intelligence oder Cyber Security zu reagieren und diese in interdisziplinären Kooperationen mit zu gestalten. Dabei ist auch der Beitrag der Informatik an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Innovationsfähigkeit Deutschlands zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund sollen Empfehlungen zur Organisation und Förderung der Informatik im deutschen Wissenschaftssystem erarbeitet werden.

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