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Pressemitteilungen

NUMMER 14 vom 8. Juli 2016

Positives Votum für den Aufbau einer Universitätsmedizin in Augsburg

Der Wissenschaftsrat spricht sich für den Aufbau einer Universitätsmedizin in Augsburg auf Basis des ihm vorgelegten Konzepts aus. Gelingt es, das Konzept wie vorgesehen umzusetzen, verbindet sich mit dem Aufbau die Chance, einen in Umweltmedizin und Medizin- und Bioinformatik profilierten, auf eine innovative Ausbildung und die Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses ausgerichteten neuen Standort zu etablieren. Eine auf diese Felder ausgerichtete Universitätsmedizin Augsburg hat mittel- und langfristig das Potenzial, die bereits bestehenden fünf universitätsmedizinischen Standorte in Bayern komplementär zu ergänzen.

Besonders überzeugt hat den Wissenschaftsrat das Lehrkonzept, welches seine Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Medizinstudiums (2014) umsetzt. Die klar wissenschaftsorientierte Ausrichtung des Studiums setzt sich in einem strukturierten Promotionsprogramm und einem überzeugenden Konzept für ein clinician scientist-Programm fort. Aber auch das translationsorientierte Forschungskonzept mit seinen miteinander verbundenen Forschungsschwerpunkten überzeugt und hat Alleinstellungs­potenzial. Das Konzept setzt klug auf Vorhandenem auf und sieht eine realistische Hinterlegung der Planungen mit Geld, Personal und Infrastrukturen vor.

Positiv zu werten ist, dass das Klinikum Augsburg in ein Universitätsklinikum in staatlicher Trägerschaft überführt werden soll, auch wenn die Herausforderungen dieses Prozesses nicht zu unterschätzen sind – so, wie der Aufbau einer Universitätsmedizin generell mit erheblichen Risiken und Unwägbarkeiten wird umgehen müssen.

Für das positive Votum des Wissenschaftsrates entscheidend war neben Tragfähigkeit und wissenschaftlichem Mehrwert des Konzepts, dass der Aufbau in Augsburg nicht zu Lasten der bestehenden universitätsmedizinischen Standorte in Bayern geht. Die erheblichen Mittel, die der Freistaat für den Aufbau in die Hand zu nehmen bereit ist, sind wichtiger Ausweis für die Solidität des Projekts, gleichzeitig aber bestehen Befürchtungen, die Spielräume für die übrigen Standorte in Bayern könnten durch diese erheblichen Aufwendungen enger werden.

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Manfred Prenzel, betont daher: „Wir knüpfen unser positives Votum an die unverzichtbare Voraussetzung, dass der Freistaat Bayern im Zuge der Fortschreibung des ‚Innovationsbündnisses Hochschule 2018‘ allen Hochschulen und den Universitätsklinika in Bayern auch weiterhin verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und die notwendige Planungssicherheit gewährt. Außerdem empfehlen wir, in dem Rahmen den Universitätsklinika einen vollen Ausgleich der Tarifsteigerungen beim Personal zu gewähren. Ohne einen solchen Pakt für alle Standorte erhält der Aufbau in Augsburg nicht den Segen des Wissenschaftsrates.“

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