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Pressemitteilungen

NUMMER 12 vom 02. Mai 2017

Gemeinsame Verantwortung für die Lehre | Ergebnisse der Frühjahrssitzungen in Halle (Saale) (26. bis 28. April 2017)

In seinem neuen Positionspapier Strategien für die Hochschullehre betrachtet der Wissenschaftsrat systemisch die bisherigen Entwicklungen und Ansätze zur Stärkung der Hochschullehre und leitet daraus zentrale strategische Handlungsfelder ab. Ausschlaggebend war für ihn die Frage, wie sich Wertschätzung und Sichtbarkeit der Lehre an den deutschen Hochschulen erhöhen lassen. Beim Blick auf die Rahmenbedingungen, Anreize und Strukturen an den Hochschulen stellt er fest, dass in den letzten Jahren insbesondere durch zahlreiche Förderprogramme viel in Bewegung gekommen ist und zahlreiche innovative Lehrprojekte entstanden sind. Allerdings ist an vielen Hochschulen noch keine übergeordnete Strategie für den Bereich der Lehre entwickelt worden, mit der die vielen Einzelerfolge inhaltlich verknüpft und langfristig die Erfolge stabilisiert werden könnten. Das Positionspapier beschreibt dafür zentrale Handlungsfelder und Ansatzpunkte.

Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), Delmenhorst, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem international anerkannten Institute for Advanced Studies (IAS) mit eigenständigem Fellow- und Tagungsprogramm entwickelt. Es fördert zugleich mit großem Erfolg die Kooperation und strategische Weiterentwicklung der Universitäten Bremen und Oldenburg. In der Summe bescheinigt der Wissenschaftsrat dem HWK, als Katalysator und „Denkraum“ im Nordwesten wertvolle Beiträge zur Stärkung der universitären Forschungsschwerpunkte und zur Initiierung von Forschungsgruppen und Verbundvorhaben geleistet zu haben.

Unzufrieden zeigt sich der Wissenschaftsrat mit der Entwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Bonn. Die Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) war 2009 eigens gegründet worden, um die wissenschaftliche Arbeit zur Unterstützung des Bundesbauressorts deutlich und dauerhaft zu stärken. Nach vielversprechenden Anfängen hat sich der Forschungsanteil des Instituts jedoch zuletzt halbiert. Gestiegen ist hingegen der Anteil an Dienstleistungen, die das BBSR für den Bund wahrnehmen muss.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin, bekräftigt ihre Rolle als eines der weltweit führenden Metrologieinstitute in überzeugender Weise. Ihr obliegen insbesondere die Darstellung, Bewahrung und Weitergabe physikalischer Einheiten zur Sicherung der internationalen Einheitlichkeit der Maße. Für die Messung mit höchster Genauigkeit und Zuverlässigkeit betreibt die PTB metrologische (auf Messprozesse bezogene) Forschung und Entwicklung in großenteils exzellenter Qualität. Durch kluges Veränderungsmanagement gelingt es der PTB, neue zukunftsorientierte Bereiche wie die Nanometrologie aufzubauen. Wesentlich hierfür ist der hohe Stellenwert forschungsstrategischer Prozesse in der Ressortforschungseinrichtung.

Sechs der zwölf zur Förderung empfohlenen Vorhaben im Bund-Länder-Programm Forschungsbauten entstammen in der aktuellen Förderphase 2018 der Medizin und Pharmakologie sowie drei der programmatisch-strukturellen Linie Hochleistungsrechnen. Innerhalb dieser Vorhaben herrscht eine breite und bemerkenswerte Interdisziplinarität. Dies trifft sowohl auf die Vorhaben der Medizin zu, die mehrheitlich sonst voneinander getrennt forschende medizinische Fächer und weitere Lebenswissenschaften verbinden, als auch auf die Hochleistungsrechner, die die Methodenwissenschaften eng mit Anwendungswissenschaften aller Fachgruppen verzahnen.

Auf seinen Frühjahrssitzungen hat der Wissenschaftsrat zudem vier Verfahren der Institutionellen Akkreditierung beraten: Kühne Logistics University – Wissenschaftliche Hochschule für Logistik und Unternehmensführung (kurz KLU), Hamburg; Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter; Fachhochschule für Sport und Management Potsdam; Fliedner Fachhochschule Düsseldorf (FFH).

Hinweis: Die genannten Stellungnahmen werden im Netz als Volltexte veröffentlicht, sie können aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E‑Mail (post(at)wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

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