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Pressemitteilungen

NUMMER 25 vom 23. Oktober 2017

Alternativlos, aber nicht perfekt | Gutachterliche Extertise von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verdient mehr Wertschätzung und bessere Unterstützung

Das Begutachtungswesen – oft als peer review bezeichnet – ist in den letzten Jahren zunehmendem Druck ausgesetzt: Sowohl die Erwartungen an die Leistungen von Gutachterinnen und Gutachtern als auch die Nachfrage nach Begutachtungen sind aus verschiedenen Gründen deutlich gewachsen, ohne dass aber die Gruppe der Gutachtenden systematisch vergrößert und Wissen über Begutachtungen strukturierter vermittelt wurde.

Der Wissenschaftsrat formuliert daher in einem Positionspapier zu Begutachtungen im Wissenschaftssystem Empfehlungen, die die Qualität von Begutachtungen und auf ihnen aufbauender Entscheidungen sichern sollen. Begutachtungsverfahren müssen überprüft, auf Wichtiges beschränkt werden und zudem sollten Erfahrungen mit alternativen Verfahren kontrolliert erprobt werden. So sollte mit innovativen Auswahlverfahren der Gefahr des sogenannten Mainstreamings in der Forschungsförderung begegnet werden – etwa mit Zufallsauswahl oder mit Hilfe eines Sondervotums (wild card).

Begutachtungsprozesse müssen bestmöglich organisiert und unterstützt werden. Die Gruppe von Gutachtenden muss durch innovative Maßnahmen erweitert werden. Dazu gehört insbesondere, dass Nachwuchswissenschaftlerinnen und  -wissenschaftler an das Begutachten über Mentoring durch erfahrene Gutachtende herangeführt werden. Gutachterinnen und Gutachter müssen auf ihre Aufgaben besser vorbereitet und mit Feedback zu ihren Begutachtungsleistungen begleitet werden. Auch sollten sie mehr Anerkennung erfahren für den unverzichtbaren Beitrag, den sie zum Nutzen von Wissenschaft und Gesellschaft leisten.

Begutachtungen unterschiedlichster Art spielen im Wissenschaftsbetrieb eine fundamentale Rolle. Sie sichern Qualität und begründen die Verteilung von Ressourcen. Mit Hilfe von schriftlichen und mündlichen Gutachten entscheiden Zeitschriftenredaktionen und Verlage über Publikationsmöglichkeiten, Förderer aus Stiftungen, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand über Finanzmittel für Personen und Institutionen, Einrichtungsleitungen über Stellenbesetzungen oder Infrastrukturzugang und Jurys über Preise.

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