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Pressemitteilungen

NUMMER 02 vom 29. Januar 2018

Gelegenheiten und Verantwortung in der Region wahrnehmen | Wissenschaftsrat zieht Bilanz zu regionalen Kooperationen und empfiehlt konsequente Weiterentwicklung

In seinen „Empfehlungen zu regionalen Kooperationen wissenschaftlicher Einrichtungen“ beschäftigt sich der Wissenschaftsrat damit, wie wichtig räumliche Nähe für die Zusammenarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen untereinander und mit außerwissenschaftlichen Akteuren ist. Im Zentrum seines Interesses steht dabei die Frage, wie Möglichkeiten, die sich durch den engen persönlichen Austausch ergeben, am besten genutzt werden können. „Ich bin überzeugt“, so die Vorsitzende des Wissenschafts­rates, Professorin Martina Brockmeier, „dass nicht nur die einzelnen Partnereinrichtungen davon profitieren, sich in der Region untereinander abzustimmen. Das ganze Wissenschaftssystem gewinnt dadurch an Leistungsfähigkeit.“ Deshalb empfiehlt der Wissenschaftsrat, die Beziehungen zum regionalen Umfeld in der Profilbildung wissenschaftlicher Einrichtungen und ihrer wissenschaftspolitischen Unterstützung zu verankern. Die regionale Verankerung steht nicht im Widerspruch zu überregionaler und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Beide Perspektiven ergänzen einander und können positive Wechselwirkungen haben.

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche regionale Verbünde zwischen Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen gebildet. An vielen Orten werden auch Wirtschaftsunternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft einbezogen. So sind unterschiedliche Netzwerke entstanden, die sich häufig als „Wissens-“ oder „Wissenschaftsregionen“ bezeichnen. Die Beteiligten treiben die Zusammenarbeit oft mit großem Engagement voran; dabei streben viele Verbünde nach Verbindlichkeit, etwa durch Vereinbarungen, in denen die Ziele der Zusammenarbeit festgehalten werden. Neben der Kooperation kann auch eine Arbeitsteilung auf regionaler Ebene zu Effizienzgewinnen führen. Die genaue Ausgestaltung hängt jedoch stark von den Randbedingungen vor Ort sowie vom Einsatz einzelner Personen ab. Teilweise wissen die Leitungen wissenschaftlicher Einrichtungen zu wenig über die in diesem Bereich vorliegenden Potenziale. Anreizstrukturen und der Wettbewerb zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen können einer Kooperation ebenso im Wege stehen.

Hier sind die Leitungen wissenschaftlicher Einrichtungen gefragt. Sie sollten ihr regionales Umfeld auf Gelegenheiten hin analysieren und sich dabei auch ihrer besonderen Verantwortung für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung ihrer Region bewusst sein. Dabei sollten die verschiedenen Leistungsdimensionen wie Lehre, Forschung, Transfer und Infrastrukturen auf ihr regionales Potenzial hin geprüft werden. Ebenso sollten alle beteiligten Akteure sich auf eine transparente und effektive Governance für ihre Zusammenarbeit verständigen und die Kooperation als dynamischen Pro­zess begreifen.

Politische Akteure sollten Rahmenbedingungen so gestalten, dass sie Kooperation und Arbeitsteilung auf regionaler Ebene unterstützen. Sie sollten Anreizsysteme daraufhin prüfen, ob diese ein regionales Engagement belohnen. Zudem können sie selbst die vorliegenden Potenziale in verschiedenen Regionen analysieren und Begegnungen zwischen unterschiedlichen Akteuren moderieren.

Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher regionaler Kooperationsformate sollten sich stärker untereinander austauschen. So können die Chancen und Herausforderungen verschiedener Konstellationen besser herausgearbeitet werden. Auch die Hochschul- und Wissenschaftsforschung kann zu einer solchen systematischen Sichtweise auf regionale Kooperationen beitragen.

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