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Pressemitteilungen

NUMMER 05 vom 29. Januar 2018

Vier Entscheidungen im Verfahren der Institutionellen Akkreditierung

Auf seinen Wintersitzungen hat der Wissenschaftsrat vier Verfahren der Institutionellen Akkreditierung und Reakkreditierung beraten. Die Ergebnisse im Einzelnen:

Im Fall der Hochschule für Telekommunikation Leipzig hat sich der Wissenschaftsrat gegen eine Akkreditierung ausgesprochen.

Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) wurde im Jahr 1953 unter dem Namen „Ingenieurschule der Deutschen Post“ in der damaligen DDR gegründet und im Jahr 1992 als Fachhochschule durch das Land Sachsen staatlich anerkannt. Trägerin der Hochschule ist die HfTL Trägergesellschaft mbH mit Sitz in Bonn, als deren alleinige Gesellschafterin die Deutsche Telekom AG fungiert. Die HfTL bietet ihren aktuell rund 1.600 Studierenden vier Bachelor- und zwei Masterstudiengänge in unterschiedlichen Studienformaten an.

Der Wissenschaftsrat moniert, dass die HfTL nicht über hinreichende akademische Eigenständigkeit gegenüber ihrer Betreiberin verfügt. Wesentliche, die akademischen Angelegenheiten der HfTL betreffende Entscheidungen werden außerhalb der Hochschule getroffen. Hierzu zählt unter anderem die Festlegung der Studierendenzahlen in den einzelnen Studienformaten und insgesamt, die zu einer dauerhaften Überlastung mit Lehraufgaben führt. So verfehlt die HfTL in der weit überwiegenden Mehrzahl der angebotenen Kombinationen aus Studiengang und Studienformat einen Anteil von mindestens 50 Prozent hauptberuflicher professoraler Lehre. Dieser Befund gilt trotz eines erheblichen, in Einzelfällen weit über das vorgesehene Lehrdeputat hinausgehenden Einsatzes des Lehrpersonals. Diese Überlastung mit Lehraufgaben ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Forschung an der HfTL nicht den Stellenwert einnimmt, der von einer Hochschule mit Masterangeboten zu erwarten wäre. Ein weiterer sind die nicht adäquat ausgestalteten Rahmenbedingungen für die Erbringung von Forschungsleistungen. In der Summe der Monita kommt der Wissenschaftsrat zu dem Schluss, dass die HfTL den wissenschaftlichen Maßstäben einer Hochschule nicht entspricht.


Die Psychologische Hochschule Berlin wird vom Wissenschaftsrat mit Auflagen für die Dauer von fünf Jahren akkreditiert.

Die Psychologische Hochschule Berlin (PHB) wurde 2010 auf Initiative des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. gegründet. Sie bietet den Studierenden einen konsekutiven und vier weiterbildende Masterstudiengänge in Anwendungsbereichen der Psychologie, insbesondere der Psychotherapie, an.

Der Wissenschaftsrat würdigt das besondere Profil der PHB, das mit seiner Ausrichtung auf an staatlichen Einrichtungen selten vertretenen Bereichen und dem schulenübergreifenden Ansatz eine gelungene Ergänzung darstellt. Zu würdigen ist ebenfalls die wissenschaftliche Fundierung der mit einer Approbationsausbildung verbundenen Weiterbildungsstudiengänge, von der die Studierenden in hohem Maße profitieren. Die Professorinnen und Professoren der PHB zeichnen sich durch ein bemerkenswertes wissenschaftliches Engagement aus, das sich in den gewinnbringenden Kooperationen sowohl mit Partnern außerhalb der PHB als auch innerhalb der Professorenschaft widerspiegelt. In quantitativer Hinsicht entspricht die Ausstattung mit Professuren jedoch noch nicht den Anforderungen des Wissenschaftsrates an eine Hochschule mit Masterangeboten. Es gelingt der PHB außerdem derzeit noch nicht, ihren institutionellen Selbstanspruch als universitäre Einrichtung in allen Bereichen zu erfüllen.

Der Wissenschaftsrat verbindet die Akkreditierung mit Auflagen zur Personalausstattung, zur Versorgung mit elektronischer Literatur, zur Grundordnung, zur Forschung und zur Finanzierung.


Die SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm wird vom Wissenschaftsrat zunächst für die Dauer von drei Jahren mit Auflagen reakkreditiert. Der Akkreditierungszeitraum verlängert sich bei fristgerechter Erfüllung von Auflagen auf fünf Jahre.

Die SRH Hochschule Hamm wurde 2005 gegründet. Derzeit sind ca. 780 Studierende in 18 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Es lehren 21 Professorinnen und Professoren in den Bereichen Logistik, Energiewirtschaft, Betriebswirtschaftslehre und Soziale Arbeit.

Der Wissenschaftsrat erkennt an, dass die SRH Hochschule Hamm gut in ihr regionales Umfeld eingebettet ist. Sie verfügt über eine angemessene Personalausstattung und erwirtschaftet Überschüsse. Die Entwicklung seit der Erstakkreditierung verläuft grundsätzlich positiv. Allerdings sind in der Grundordnung Inkonsistenzen auszuräumen, die Forschungsleistungen zu verbessern und die Literatur- und Informationsversorgung auszubauen.

Der Wissenschaftsrat verbindet die Reakkreditierung mit Auflagen zur Grundordnung, zur Forschung und zur Bibliothek.

 

Das Touro College Berlin wird vom Wissenschaftsrat zunächst für die Dauer von drei Jahren mit Auflagen reakkreditiert. Der Akkreditierungszeitraum verlängert sich bei fristgerechter Erfüllung der Auflagen auf fünf Jahre.

Das Touro College nahm den Studienbetrieb 2003 auf und wurde 2006 durch das Land Berlin als Fachhochschule staatlich anerkannt. Das Studienangebot umfasst Bachelorstudiengänge in Management und Psychologie und den weiterbildenden Masterstudiengang „Holocaust Communication and Tolerance“. Die Studiengänge führen – je nach Wahl der Studierenden – zu einem deutschen oder zu einem US-amerikanischen Abschluss. Im Wintersemester 2017/18 sind 180 Studierende eingeschrieben.

Der Wissenschaftsrat würdigt das besondere Profil des Touro College, das sich durch ein hohes Maß an Offenheit, Diversität und Interkulturalität auszeichnet. Entsprechend einer vom US-amerikanischen Bildungsverständnis geprägten Hochschule ist die Lehre durch die Vermittlung von sogenannten General Studies geprägt. Mit dieser Charakteristik und dem in Deutschland bislang singulären Studienangebot „Holocaust Communication and Tolerance“ stellt das Touro College eine Besonderheit in der deutschen Hochschullandschaft dar. Kritisch sieht der Wissenschaftsrat die fehlende strategische Ausrichtung der Hochschule, die Leitungs- und Organisationsstrukturen sowie die bislang erzielten Forschungsleistungen.

Die Reakkreditierung ist mit Auflagen zur Strategieentwicklung, zur Hochschulgover­nance und zum Ausbau der Literaturbestände für den neu eingerichteten Studiengang „Psychologie“ verbunden.


Das Land Baden-Württemberg hat am 26. Januar 2018 den Antrag auf Institutionelle Reakkreditierung (Promotionsrecht) der Zeppelin Universität, Friedrichshafen, zurückgenommen.

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