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Pressemitteilungen

NUMMER 11 vom 30. April 2018

Wehrwissenschaftliche Ressortforschung: hohe Qualität und Relevanz | Weitere Verbesserungen der Forschungsbedingungen für Kompetenzerhalt und -erweiterung notwendig

Dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB), Erding, bescheinigt der Wissenschaftsrat überwiegend sehr gute Forschungsleistungen sowie Prüf- und Beratungsdienstleistungen von hervorragender Qualität. Mit seiner großen Kompetenz in der Materialprüfung und Schadensanalyse leistet das WIWeB einen wichtigen Beitrag zur Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und zum Schutz der Soldatinnen und Soldaten. „Um angesichts einer Zunahme von Prüf- und Analyseaufträgen die unerlässliche Forschungsarbeit nicht verringern zu müssen, sondern thematisch zu erweitern, benötigt das WIWeB allerdings mehr Personal“, betont Martina Brockmeier, die Vorsitzende des Wissenschaftsrates. In seiner Stellungnahme begrüßt der Wissenschaftsrat ausdrücklich die positiven Entwicklungen seit der letzten Evaluation des WIWeB. So hat das Institut beispielsweise die Zahl der Publikationen erhöht und erfolgreich Drittmittel eingeworben. Diesen Weg sollte das WIWeB konsequent weiterverfolgen.

Der Wissenschaftsrat hält es für erforderlich, die Rahmenbedingungen für die Forschung am WIWeB weiter zu verbessern. Komplexe Abstimmungsprozesse in der Forschungsplanung sowie langwierige Ausschreibungs- und Einstellungsverfahren sollten möglichst vereinfacht und gestrafft werden. Der Zugang zu einschlägigen Literatur­datenbanken muss dauerhaft sichergestellt sein, um den Anschluss an aktuelle Forschungsdiskussionen nicht zu verlieren. Dringenden Investitionsbedarf sieht der Wissenschaftsrat bei der IT-Ausstattung, damit das WIWeB in die Lage versetzt wird, Simulationsverfahren kompetent anzuwenden.

Als Kompetenzzentrum für Sicherheit und Technologie in Technik und Chemie der Werk- und Betriebsstoffe der Bundeswehr erarbeitet das WIWeB technologische und wissenschaftliche Grundlagen zur Untersuchung und Beurteilung der anwendungsbezogenen Eigenschaften von Werk- und Betriebsstoffen, Chemikalien sowie der Bekleidung und persönlichen Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten.

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