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Pressemitteilungen

NUMMER 26 vom 14. Juli 2014

Positive Entwicklungen | Deutsches Literaturarchiv Marbach, Klassik Stiftung Weimar und Forschungszentrum L3S, Hannover drei Jahre nach der Evaluation

Sehr erfreut zeigt sich der Wissenschaftsrat über die kürzlich erfolgte Einrichtung des „Forschungsverbundes Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW)“. Von der gemeinsamen Forschung der drei bedeutenden Forschungsbibliotheken und -archive erwartet er einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der deutschen Geisteswissenschaften insgesamt und zur Verbesserung ihrer Sichtbarkeit auch im Ausland. Positiv bewertet der Wissenschaftsrat das finanzielle Engagement des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), das für die kommenden fünf Jahre insgesamt zehn Millionen Euro für den Forschungsverbund MWW bereitgestellt hat. „Diese Förderung durch das BMBF ermöglicht es, die wesentlichen Grundlagen für eine Zusammenarbeit der drei Einrichtungen zu schaffen. Um wirksam zu sein, muss der Forschungsverbund allerdings langfristig angelegt sein. Bund und Sitzländer sollten hierfür frühzeitig die entscheidenden Weichen stellen“, so Manfred Prenzel, Vorsitzender des Wissenschaftsrates. Der Wissenschaftsrat hatte die Einrichtung des Forschungsverbundes MWW im Zuge seiner Begutachtungen des Deutschen Literaturarchivs Marbach (DLA), der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) empfohlen.

Auch jenseits des Forschungsverbundes MWW bewertet der Wissenschaftsrat die Entwicklungen des DLA und der Klassik Stiftung Weimar positiv. Die Klassik Stiftung Weimar hat seit der Begutachtung im Jahr 2011 wichtige konzeptionelle Arbeit geleistet, um die komplexe Gesamteinrichtung, ihre Arbeitsbereiche und ihre Bauvorhaben auf eine tragfähige Grundlage zu stellen. Nachdrücklich würdigt der Wissenschaftsrat die mehrfache Aufstockung des Etats der Klassik Stiftung in den letzten Jahren durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Land Thüringen. Zugleich appelliert er an die Zuwendungsgeber, in diesem Engagement nicht nachzulassen und die Klassik Stiftung auch bei den anstehenden Herausforderungen zu unterstützen, so beispielsweise bei der Renovierung und Ausstattung des Weimarer Stadtschlosses.

„Das Deutsche Literaturarchiv Marbach ist eine äußerst leistungsfähige Forschungs- und Infrastruktureinrichtung, die renommierte Forschende aus aller Welt anzieht und ihnen ausgezeichnete Arbeitsbedingungen sowie produktiven geistigen Austausch bietet“, betont Prenzel. Um diese erfolgreiche Arbeit auch künftig fortzusetzen, benötigt das DLA neben einer ausreichenden Finanzierung auch zeitgemäße Rahmenbedingungen. Diese wurden mit der Neufassung der Satzung geschaffen, die nach einem langwierigen Prozess im Frühjahr 2012 von der Deutschen Schillergesellschaft, dem Trägerverein des DLA, beschlossen wurde. „Der Wissenschaftsrat begrüßt diesen Schritt, der die richtigen Weichen für die Zukunft dieses international anerkannten Literaturarchivs stellt“, wie Prenzel resümiert.

Eine Stellungnahme zur Umsetzung der Empfehlungen aus der Evaluation der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Dem Forschungszentrum L3S, Hannover, mangelt es bislang noch an tragfähigen Strukturen, wie der Wissenschaftsrat kritisiert. Zwar hat das L3S sich mit großer Konsequenz innerhalb seines Forschungsgebiets Web Science inhaltlich neu ausgerichtet und seine Forschungs- und Publikationsleistungen sowie den Umfang der eingeworbenen Drittmittel auf bemerkenswerte Weise weiter verbessert. Es fehlt der Einrichtung allerdings nach wie vor an einer von den Universitäten Hannover und Braunschweig unabhängigen Leitungsstruktur und an eigenen institutionell finanzierten Stellen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Wissenschaftsrat appelliert an das Land Niedersachsen, für eine langfristige Sicherung der Grundfinanzierung des L3S Sorge zu tragen.

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