Stellungnahme zur Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) (Drs. 3570-26), November 2026
Die Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) verantwortet seit 2021 die Implementierung und Nutzung des Kerndatensatz Forschung (KDSF) und die Weiterentwicklung des Bereichs Forschungsinformationssysteme (FIS) in Deutschland. Sie trägt damit wesentlich zur standardisierten, effizienten Sammlung, Aufbereitung und Vorhaltung von Forschungsinformationen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei. Der Wissenschaftsrat spricht sich nachdrücklich für eine projektförmige Weiterführung der KFiD aus.
In ihren ersten beiden Amtszeiten hat die KFiD Vernetzungsangebote zu FIS geschaffen, ein breites Community Building vorangetrieben und sich als zentrale Schnittstelle im nationalen und internationalen Kontext etabliert. Dabei gelang es der KFiD, den KDSF qualitativ hochwertig weiterzuentwickeln sowie neue Dienstleistungen etwa zu Datenschutz und Transfer zu etablieren.
Der Wissenschaftsrat empfiehlt eine projektförmige Fortsetzung und sieht Entwicklungspotenziale in einer aktiveren Gestaltungsrolle: Durch stärkere Zusammenarbeit mit Hochschulleitungen, erhöhte internationale Sichtbarkeit und intensiveren Austausch mit FIS-Nutzerinnen- und Nutzergruppen. Zudem sollten Entwicklungen im FIS-Bereich in Wissenschaft und Forschung, wie etwa die Transformationen im Bereich KI, stärker in das Aufgabenportfolio der KFiD einfließen.
DOI:
10.57674/nmvv-cg16
Lizenz:
CC BY-SA
Publikationsform:
Empfehlungen, Stellungnahmen und Positionspapiere
Datum: 2026
Seiten:
98
Sprache:
Deutsch
Sachgebiete:
Bewertung und Steuerung
Zitierform:
Wissenschaftsrat (2026): Stellungnahme zur Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD); Köln. https://doi.org/10.57674/nmvv-cg16