Strategische Gestaltungsfähigkeit von Hochschulen in Zeiten des demografischen Wandels (Drs. 3584-26), November 2026
Der demografische Wandel verändert die deutschen Hochschulen grundlegend, in quantitativer wie qualitativer Hinsicht: Die Zahl der Studierenden verschiebt sich und sinkt in manchen Regionen, Fächern und Hochschultypen. Zugleich wird die Studierendenschaft heterogener.
Damit die Hochschulen auch in Zeiten des demografischen Wandels zur Fachkräftesicherung beitragen können, empfiehlt der Wissenschaftsrat den Hochschulen vor allem, unterrepräsentierte Gruppen stärker zu erschließen und internationale Studierende sowie internationales Personal gezielt zu gewinnen und zu binden. Das ist voraussetzungsreich - der Wissenschaftsrat adressiert in seinem Papier den institutionellen Handlungsbedarf und gibt konkrete Empfehlungen: Hochschulen brauchen Stabilität durch ein klares strategisches Profil, eine institutionelle Identität sowie zugleich Agilität in der proaktiven Gestaltung von Studienangeboten, Strukturen und Personal.
Da einzelne Hochschulen dies nicht allein leisten können, fordert der Wissenschaftsrat – auch mit Blick auf die Erwartungen der Gesellschaft an ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem - eine Verantwortungsgemeinschaft von Hochschulen, Ländern und Bund, im gezielten Verbund mit weiteren Akteuren in Wirtschaft, Kommunen, Zivilgesellschaft, flankiert durch reformierte Finanzierungsmodelle und Strategische Hochschulsystementwicklungsforen als partizipative Koordinationsformate.
DOI:
10.57674/v37m-ng33
Lizenz:
CC BY-SA
Publikationsform:
Empfehlungen, Stellungnahmen und Positionspapiere
Datum: 2026
Seiten:
157
Sprache:
Deutsch
Sachgebiete:
Hochschulen
Zitierform:
Wissenschaftsrat (2026): Strategische Gestaltungsfähigkeit von Hochschulen in Zeiten des demografischen Wandels; Köln. https://doi.org/10.57674/v37m-ng33