Regionale Fachgespräche: Für Prävention handeln – Wissenschaft, Politik und Praxis regional vernetzen
Mit der Verabschiedung des Positionspapiers „Für Prävention und Gesundheitsförderung handeln in Wissenschaft, Versorgung und Gesellschaft“ im Januar 2026 hat der Wissenschaftsrat einen wichtigen Impuls zur Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland gesetzt. Daran möchte der WR anknüpfen und den Austausch zu den Schwerpunkten und Empfehlungen des Positionspapiers sowie zu praktischen Umsetzungsbeispielen weiter vertiefen.
Quelle: KI-generiert
Vier Regionen – ein gemeinsames Ziel
In 2027 finden dafür vier überregionale Fachgespräche in Deutschland statt. Sie bringen zentrale Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammen. Gemeinsam sollen erfolgreiche Ansätze diskutiert, regionale Strukturen und bestehende Herausforderungen in den Blick genommen und Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit reflektiert werden.
Die vier Fachgespräche setzen unterschiedliche thematische Schwerpunkte – von Kooperationen zwischen Wissenschaft, Versorgung, Gesellschaft und Wirtschaft über Kommunikation und Bildung bis hin zu Evidenz und Anreizen, Gesundheits-/Bevölkerungsstudien sowie mentaler und somatischer Gesundheit.
Gleichzeitig geht es darum, nachhaltige Netzwerke für Prävention und Gesundheitsförderung zu stärken – innerhalb der Regionen ebenso wie darüber hinaus. Auf diese Weise sollen aus regionalen Perspektiven konkrete Impulse für eine zukunftsweisende Prävention in Deutschland entstehen.
Fachgespräch Süd (München, 14.–15. Januar 2027)
Für Prävention handeln: Netzwerke stärken, Transferwege schaffen
Wie lassen sich erfolgreiche Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung in die Praxis übertragen und nachhaltig verankern? Das Fachgespräch Süd richtet den Blick auf das Zusammenspiel von Wissenschaft, Versorgung, Gesellschaft und Wirtschaft.
Im Mittelpunkt stehen regionale Erfahrungen, bestehende Kooperationen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Versorgung, Gesellschaft und Wirtschaft will der Wissenschaftsrat diskutieren, wie Netzwerke gestärkt, Transferwege verbessert und gute Ansätze über institutionelle und sektorale Grenzen hinweg weiterentwickelt werden können.
Das Fachgespräch bietet Raum für Austausch, neue Perspektiven und konkrete Impulse – mit dem Ziel, aus regionalen Erfahrungen gemeinsame Wege für eine wirksame Prävention zu entwickeln.
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Fachgespräch Mitte-West (Erfurt, 8.–9. März 2027)
Für Prävention handeln: Kommunikation stärken, Gesundheitskompetenz fördern (Arbeitstitel)
Wie kann Gesundheitskommunikation Menschen besser erreichen und dazu beitragen, Gesundheitskompetenz zu stärken? Das Fachgespräch West-Mitte nimmt die Schnittstelle von Gesundheitskommunikation, Bildung und Prävention in den Blick.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen der Gesundheitskommunikation – von zielgruppenorientierten und geschlechtersensiblen Ansätzen über die Ansprache vulnerabler Gruppen bis hin zum Umgang mit Mis- und Desinformation. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Bildung, Gesundheitswesen, Gesellschaft und Wirtschaft wird zudem diskutiert, wie Krankheitsprävention und Gesundheitskompetenz stärker als Bildungsthemen verankert werden können.
Dabei sollen wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der Region und konkreten Praxisbeispielen zusammengebracht werden. Ziel ist es, neue Perspektiven auf die Rolle von Kommunikation und Bildung zu eröffnen und Ansatzpunkte für eine wirksame, verständliche und zielgruppengerechte Prävention zu entwickeln.
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Fachgespräch Nord (Hannover, 1.–2. Juni 2027)
Für Prävention handeln: Evidenzen schaffen, effektive Anreize setzen (Arbeitstitel)
Wie kann unser Wissen zu Gesundheitsfaktoren und zur Effektivität und Attraktivität von Präventionsmaßnahmen verbessert werden? Das Fachgespräch Nord befasst sich mit der Bedeutung von Evidenzen und Anreizen für erfolgreiche Prävention.
Im Fokus des Fachgesprächs stehen Gesundheitsdaten und Präventionsforschung und wie sie dazu beitragen können evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen im Gesundheitssystem zu etablieren und die richtigen finanziellen und strukturellen Anreize zu setzen. Hierzu wird es Einblicke in aktuelle Erkenntnisse aus der Implementierungsforschung und der Gesundheitsökonomie bieten und Diskussionen zu Herausforderungen, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Innovationsmodellen in der Versorgung anregen. Beiträge aus Wissenschaft und Politik sowie positive Praxisbeispiele aus der Region werden neue Perspektiven aufzeigen und Impulse geben für einen Austausch zwischen Politik und Wissenschaft, Öffentlichem Gesundheitsdienst und der regionalen Wirtschaft.
Das Fachgespräch hat das Ziel aus regionalen Erfahrungen gemeinsame Wege für eine evidenzbasierte und wirksame Prävention zu entwickeln.
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Fachgespräch Ost (Berlin, 29.–30. Juni 2027)
Für Prävention handeln: Kipppunkte erkennen, Versorgungspraxis adaptieren (Arbeitstitel)
Wie können wir besser die Kipppunkte zwischen Gesundheit und Krankheit erkennen und gezielt präventiv eingreifen? Das Fachgespräch Ost dreht sich um die Verknüpfung von Präventionsmaßnahmen mit Gesundheitsdaten und -wissen.
Im Mittelpunkt des Fachgesprächs stehen Erkenntnisse zu mentaler und somatischer Gesundheit, die sich aus Gesundheits- und Bevölkerungsstudien gewinnen lassen, sowie zu molekularer Prävention und früher Intervention und deren Übertragung in unterschiedliche Versorgungs- und Praxiszusammenhänge. Hierzu werden wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Region sowie aus der Praxis zusammengebracht. Das Fachgespräch regt einen Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, Wissenschaft, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und der regionalen Wirtschaft an.
Das Fachgespräch bietet einen Raum, um frische Impulse zu sammeln und einen ressortübergreifenden Ansatz von Prävention und Gesundheitsförderung zu diskutieren – mit dem Ziel, aus regionalen Erfahrungen neue Wege für eine wirksame und wissensbasierte Prävention zu entwickeln.