Wissenschaftsrat

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Zukunftsagenda für den Wissenschaftsstandort Deutschland

Die Rahmenbedingungen für die Wissenschaft in Deutschland verändern sich grund­legend. Geopolitische Unsicherheiten, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen, internationale Konkurrenz sowie technologische Umbrüche machen strategische Entscheidungen und konkrete Änderungen nötig. Was ist zu tun, damit Deutschlands Wissenschaftssystem auch in Zukunft erfolgreich ist? Der Wissenschaftsrat schlägt eine Agenda hierfür vor und entwirft ein Zielbild für das Jahr 2040.

Illustration einer futuristischen, aber menschenzentrierten Wissenschafts- und Technologiestadt mit grünen Dächern, Robotern, Drohnen, Laboren, Klassenzimmern, Landwirtschaft und Marktplatz, in der Menschen und KI in Bildung, Gesundheit, Forschung und All Quelle: KI

Neue Stärke aus freier Wissenschaft – ein Zielbild für 2040

Deutschland ist im Jahr 2040 ein weltweit anerkannter Wissenschaftsstandort, der durch Spitzenleistungen in der Forschung, hochwertige, personalisierte Bildungsangebote und gesellschaftliche Wirksamkeit geprägt ist. Dabei gewinnt das Wissenschaftssystem seine Stärke aus freier, erkenntnisgetriebener Forschung, die immer wieder neue Perspektiven eröffnet.

Wissenschaft als globale Innovationskraft

Basierend auf seiner wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit hat Deutschland bis 2040 seine Position als global sichtbare Innovationswerkstatt gestärkt. Wirtschaftliche, technologische und soziale Innovationen tragen entscheidend zu wirtschaftlichem Wohlstand und gesellschaftlichen Transformationen bei. Dabei investiert Deutschland in die Sicherheit und Resilienz der Gesellschaft durch Wissen und bündelt arbeitsteilig Kompetenzen und Ressourcen mit verlässlichen Partnerländern, um die eigene wissenschaftliche und technologische Souveränität zu gewährleisten.

Wissenschaft und gesellschaftliche Verantwortung

Das Land ist ein Impulsgeber für die Analyse und Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse und besitzt hierin herausragende Stärke. Es leistet einen zentralen Beitrag zur reflektierten Bearbeitung von Zukunftsfragen, deren gesellschaftliche – soziale, wirtschaftliche, technologische, politische und ethische – Relevanz unbestritten ist, etwa in der Erforschung der Bedingungen demokratischer Resilienz, der Entwicklung nachhaltiger Lebensstile und Konsummuster oder der kritischen Analyse und normativen Fundierung von Gerechtigkeits- und Inklusionsdiskursen in einer diversen Welt. Deutschland entwickelt neue Schlüsseltechnologien und ist besonders stark bei denen, deren zentrale Rolle heute schon absehbar ist, wie der Künstlichen Intelligenz (KI), den Quantentechnologien, nachhaltigen Energiesystemen oder innovativen Verfahren der personalisierten Medizin. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind erfolgreich im Technologie- und Wissenstransfer sowie der Unterstützung von Gründungen, was strukturell und in den rechtlichen Rahmenbedingungen unterstützt wird.

Innovationsprozesse werden gestärkt durch vereinfachte Schnittstellen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, durch beschleunigte Abläufe, ausreichende Karriereanreize sowie interprofessionelle Teamarbeit innerhalb des öffentlichen Wissenschaftssystems und an dessen Schnittstellen mit dem Innovationssystem insgesamt. Die Hochschullehre ist so organisiert, dass sie wissenschaftlichen Fortschritt, gesellschaftlichen Wandel und technische Entwicklungen aufgreift und personalisierte Lernwege ermöglicht.

Kooperation, Arbeitsteilung und Vielfalt

Wissenschaftseinrichtungen, Förderer und wissenschaftspolitische Akteure wirken arbeitsteilig zusammen, um Erwartungen an Wissenschaft – Exzellenz, Wirkung, Integrität, Teilhabe und Ressourcenverantwortung – zu erfüllen und so zum Gemeinwohl beizutragen. Vereinfachte Entscheidungswege, Förderinstrumente und Verwaltungsprozesse sorgen für möglichst niedrige Transaktionskosten auf allen Ebenen. Kompetenzen und Zuständigkeiten sind zwischen den verschiedenen Organisationen klar verteilt, wodurch Entscheidungen schnell getroffen und Kooperationen effizient umgesetzt werden können. Hohe wissenschafts- und innovationspolitische Handlungsfähigkeit geht Hand in Hand mit entschlossenen Investitionen und effizientem, transparentem und nachhaltigem Mitteleinsatz. So bleibt die Wissenschaft in Deutschland auch bei voraussichtlich begrenztem personellem Wachstum dynamisch und kann sich immer wieder auf neue Herausforderungen einstellen.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist das Angebot wissenschaftlicher Gemeingüter – von modernen baulichen und technischen Infrastrukturen über sichere, transparente und interoperable digitale Werkzeuge bis hin zur Souveränität über Daten und Publikationen. Diese Gemeingüter bilden das Rückgrat autonomer Wissenschaft in Deutschland. Die Rahmenbedingungen erlauben eine gemeinsame, einrichtungsübergreifende Nutzung ohne hohe Transaktionskosten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfügen dadurch an allen Einrichtungen in Deutschland über modernste Werkzeuge und Infrastrukturen, was hervorragende Arbeitsbedingungen ermöglicht, nachhaltig ist und den Standort attraktiv macht.

Magnet für internationale Talente und Spitzenkräfte

Wissenschaft in Deutschland des Jahres 2040 ist ein Magnet für leistungsfähige Personen weltweit. Attraktive Studienangebote, Karrierewege und Arbeitsbedingungen sowie eine erhöhte soziale Durchlässigkeit, die Potenziale mobilisiert, machen Deutschland zu einem bevorzugten Standort für Studieninteressierte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb Europas und darüber hinaus. Schon in frühen Karrierephasen bietet sich ihnen ein breites Spektrum klar definierter Tätigkeitsprofile, die zu unterschiedlichen Kompetenzen und Interessen passen. Besondere Erfolge sind bis zum Jahr 2040 bei der Förderung von Vielfalt erzielt worden: Benachteiligungen wegen geschlechtlicher Identität, Alter, Migrationsgeschichte und Nationalität, sozialer Herkunft, körperlichen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung oder sexueller Orientierung sind in der Wissenschaft weitgehend abgebaut worden. Dies trägt nicht nur zur Gerechtigkeit bei, sondern erhöht auch Perspektivenvielfalt und Innovationskraft.

Wissenschaft in Deutschland ist im Jahr 2040 stark und wettbewerbsfähig, und sie steht sichtbar in der Mitte der Gesellschaft. Sie orientiert sich am Gemeinwohl und greift gesellschaftliche Zukunftsfragen im Dialog auf, ohne ihre Eigenlogik durch Fremdsteuerung zu gefährden. Besonders die Hochschulen haben ihre Rolle als Diskursraum und Ort der Teilhabe gefestigt – ihre Nähe zu den Regionen und ihre Bildungsfunktion machen sie zu wichtigen Ankerpunkten demokratischer Meinungsbildung.

Wissenschaft als Säule der Demokratie

Wissenschaft trägt wesentlich zur Demokratie bei, indem sie kritisches Denken, faktenbasierte Urteilsfähigkeit und die Fähigkeit zur offenen Auseinandersetzung fördert. Sie ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, komplexe Entwicklungen einzuordnen und an gesellschaftlichen Entscheidungen teilzuhaben. Forschung und technologische Entwicklungen orientieren sich an ethischen Leitlinien, am Schutz der Menschenwürde und an sozialer Verantwortung. Damit wird sichergestellt, dass Fortschritt nicht auf Kosten individueller Freiheit oder sozialer Teilhabe geht, sondern menschliches Zusammenleben stärkt.

Insgesamt herrscht in der Wissenschaft in Deutschland ein klares Rollenverständnis: Sie ist die unabhängige, neugierige und kritische Stimme der Gesellschaft. Durch ihre Integrität stärkt die Wissenschaft das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse und hilft dabei, Desinformation und Populismus entgegenzuwirken. Politische Entscheidungsprozesse greifen die Ergebnisse wissenschaftlicher Beratung ernsthaft auf – auch dort, wo sie unbequem oder unerwartet sind. Wissenschaft erforscht auch, welche Faktoren antipluralistische Tendenzen begünstigen, und hilft dadurch, Demokratie zu verteidigen. So zeigt sich in der Praxis, dass wissenschaftliche Freiheit und demokratische Verantwortung sich gegenseitig stützen. Gemeinsam vertreten Politik und Wissenschaftseinrichtungen Wissenschaftsfreiheit als demokratische Errungenschaft – wachsam gegenüber wissenschaftsfeindlichen und antipluralistischen Strömungen.

Vertrauen zwischen Wissenschaft und Politik

Politische Entscheidungsträger und Wissenschaftseinrichtungen gestalten Wissenschaft in Deutschland gemeinsam und sorgen für Handlungsfähigkeit und Resilienz. Die Politik trifft in schnellen, transparenten Prozessen klare, verlässliche Grundsatzentscheidungen und stellt ausreichende Ressourcen bereit, ohne sich in Detailsteuerung zu verlieren. Dieses Ziel wird durch angemessene Bereichsausnahmen für die Wissenschaft unterstützt. Die wissenschaftlichen Einrichtungen nutzen ihre Autonomie verantwortungsvoll und haben überflüssige interne Regelungen abgeschafft. Es herrscht eine Kultur der Eigenverantwortung und des Vertrauens, die Innovation und Kreativität fördert. Private Investitionen ergänzen die öffentliche Förderung, insbesondere bei der Entwicklung und Skalierung von Spitzentechnologien. Deutschland hat attraktive Rahmenbedingungen für Spin Offs aus der Wissenschaft geschaffen und zieht internationale Investoren und Wagniskapital an.

Wissenschaft und Politik in Deutschland übernehmen Verantwortung für die Zukunft Europas und arbeiten gemeinsam daran, die demokratischen und freiheitlichen Werte europäischer Wissenschaft auch im internationalen Kontext sichtbar zu vertreten und zu verteidigen. Mit verlässlichen Partnern, die diese Werte teilen, entfaltet Deutschland globale Strahlkraft und geht in der Umsetzung seiner Interessen faire und symmetrische Kooperationen auch mit anderen Partnern ein. Internationale Wettbewerbsfähigkeit wird konsequent in gesellschaftliche Wirkung umgesetzt – für eine prosperierende, demokratische und nachhaltige Zukunft.

Agenda

Icons der 10 Handlunsgfelder aus der Zukunftsagenda für den Wissenschaftsstandort Deutschland

Die Agenda beschreibt zehn Handlungsfelder, die für ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem entscheidend sind, das hohen Erwartungen gerecht werden soll, etwa an Innovation und produktivem Nutzen oder an Bildung und Beiträgen zu Sicherheit und gesellschaftlichen Herausforderungen. Damit verbunden sind konkrete Handlungsvorschläge für Politik und Wissenschaft.

1. Gesellschaftlichen Wandel begleiten und aktiv mitgestalten

Roter Hintergrund mit gelbem Kreis: Vier Personen mit Symbolen (Buch, Haus, Zahnrad, Blatt) im Kreislauf.​

Wissenschaftliche Exzellenz zeigt sich auch darin, soziale, ökologische und technologische Umbrüche zu begleiten. Forschung, die gesellschaftliche Wirkungen entfaltet, verdient mehr Anerkennung. Ebenso unverzichtbar bleibt die neugiergetriebene Forschung, die nicht auf unmittelbare Wirkung zielt – sie legt das Fundament für künftige Erkenntnisse und Innovationen.

Leitlinien bis 2040:

  • Gemeinwohlorientierung und gesellschaftliche Wirkung als Kriterien wissenschaftlicher Exzellenz verankern.
  • Soziale und technologische Innovationen gleichberechtigt stärken.
  • Systemisches und transformatives Arbeiten in Forschung und Lehre stärken.
  • Öffentlich geförderte Hochschulen klarer als lokale Bildungs‑, Begegnungs- und Experimentierräume profilieren und zu gesellschaftlich gut wahrnehmbaren Orten wissenschaftlicher Bildung, sozialen Lernens und öffentlicher Debatte machen.

Was ist zu tun?

Bund und Länder sollten die Hochschulen rechtlich, finanziell und – im Fall der Länder – kapazitätswirksam befähigen, transdisziplinäre Lehrformate sowie lebenslange akademische Weiterbildungsangebote auszubauen. Zugleich gilt es, systemisches Denken, projektorientiertes Arbeiten und Kooperationen mit Praxispartnern aus verschiedenen Sektoren zu fördern.

Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen sollten Modelle entwickeln, um soziale Innovationen auch ohne Wirtschaftspartner zu verankern – etwa über Reallabore und regionale Netzwerke. Studierende sollen früh inter- und transdisziplinär und mit Bewusstsein für gesellschaftlich Wirkung arbeiten.

Wissenschaftseinrichtungen und Förderer sollten gemeinsam Kriterien und Verfahren weiterentwickeln, um wirkungsorientierte Aktivitäten systematisch in Anreiz-, Unterstützungs- und Bewertungssysteme zu integrieren und gesellschaftliche Wirkungen zu honorieren. Auch in der Lehre müssen innovative Formate, die Studierende auf gesellschaftliche Transformationen vorbereiten, mehr Anerkennung finden. Öffentliche Förderer und private Stiftungen sollten Programme ausbauen, die soziale Innovationen, Reallabore sowie gemeinwohlorientierte Innovationen stärken. Förderangebote sind weiterzuentwickeln, damit sie längere Laufzeiten und flexible Mittelverwendung für transformative und koproduktive Forschung ermöglichen.

2. Zum Wohlstand beitragen

Roter Hintergrund mit gelbem Kreis: Baum mit Symbolen für Buch, Labor, Glühbirne, Fabrik und Haus.

Eine widerstandsfähige und wohlhabende Gesellschaft braucht eine starke wirtschaftliche Basis. Wissenschaft trägt entscheidend dazu bei: Sie schafft neues Wissen, qualifiziert Menschen und stärkt durch Innovation die Leistungsfähigkeit und Resilienz der Gesellschaft. Um ihr Potential auszuschöpfen, müssen Mobilität und Austausch zwischen akademischen und außerakademischen Sektoren wachsen. Ein flexibler Wechsel zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht die Leistungs- und Wandlungsfähigkeit des Gesamtsystems. Er erleichtert den Wissensaustausch und verbindet unterschiedliche Kompetenzen.

Leitlinien bis 2040:

  • Wissen, Kompetenzen und Innovationen sektorenübergreifend nutzbar und transferierbar machen, institutionelle, biografische und rechtliche Grenzen dauerhaft und nachhaltig überwinden.
  • Beiträge zu Bildung, Forschung und Innovation anderer Sektoren in Anerkennungs- und Bewertungssystemen besser berücksichtigen.
  • Kooperationsmöglichkeiten in Innovationsprozessen erhöhen.

Was ist zu tun?

Bund und Länder sollen Rahmenbedingungen schaffen, die sektorübergreifende Mobilität erleichtern. Dazu gehört zu prüfen, wie Anpassungen im Beamten-, Tarif- und Sozialversicherungsrecht den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung fördern können. Formate wie gemeinsame Berufungen, duale Forschungsstellen, kooperative Graduiertenprogramme und Experimentierräume sollten ausgebaut werden.

Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sollten ihre Anreiz- und Anerkennungssysteme so weiterentwickeln, dass auch außerwissenschaftliche Leistungen bei Einstellung, Berufung und Beförderung Gewicht bekommen. Um berufliche Mobilität zu stärken, sind gemeinsame Berufungen mit Industrie und andere gesellschaftliche Akteure, praxisintegrierte Qualifikationsphasen, kooperative Graduiertenprogramme sowie Gründungs- und Transfersemester zu fördern. Gleiches gilt für Programme für Ausgründungen und kollaborative Forschungsformate.

3. Wissenschafts- und innovationspolitische Handlungsfähigkeit steigern

Roter Hintergrund mit gelbem Kreis: Fünf schwarze Linien mit rotem Dreieck nach rechts.

Wissenschafts- und Innovationspolitik muss künftig flexibler auf neue Entwicklungen reagieren können. Dazu gehören klare Prioritäten und die Fähigkeit, auch mit begrenzten Mitteln wirksame Veränderungen anzustoßen. Entscheidend sind eine bessere und schnellere Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg sowie eine enge Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Gleichzeitig müssen Verwaltungsprozesse vereinfacht, Reibungsverluste reduziert und Entscheidungen zügiger umgesetzt werden.

Leitlinien bis 2040:

  • Institutionelle Eigenverantwortung und Vertrauen stärken, Kontrolle und Hemmnisse minimieren. Auf allen Ebenen des Wissenschaftssystems – in den Einrichtungen, Förderorganisationen und staatlichen Akteuren – Entscheidungswege, Förderinstrumente und Verwaltungsprozesse vereinfachen.
  • Maßnahmen sinnvoll bündeln, Kooperationen fördern.
  • Strategische Ziele der Gemeinschaftsaufgaben klären, Arbeitsteilung zwischen Bund und Ländern überprüfen und flexibilisieren.

Was ist zu tun?

Bund, Länder und Wissenschaftsorganisationen sollten die administrativen Transaktionskosten rasch und deutlich senken. Bereichsausnahmen können den rechtlichen Rahmen bieten. Weitere Instrumente sind Pauschalierungen, höhere Schwellenwerte und der Abbau flächendeckender Nachweispflichten. Erkenntnisse erfolgreicher Modellversuche sollen schnell übertragen werden. Sinnvoll wäre zudem, in allen für die Wissenschaft relevanten Regulierungsbereichen die „One in, two out“-Regel konsequent anzuwenden – analog zur Forderung der Bundesregierung gegenüber der EU.

Bund und Länder könnten bestehende Bund-Länder-Vereinbarungen prüfen und dort, wo dies sinnvoll ist und zu Vereinfachungen führt bündeln. Dauerhafte, übergeordnete Vereinbarungen könnten Fördermaßnahmen zusammenfassen und zugleich variable Kooperationen für einzelne Projekte zulassen. Für gemeinsame Lagebewertungen sollten Bund und Länder regelmäßig die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems anhand vorhandener Daten und Berichte auswerten und im Licht gesellschaftlicher Erwartungen analysieren.

4. Entschlossen profilieren, investieren und konsolidieren

Roter Hintergrund mit gelbem Kreis: Finger berührt ein Häkchen, daneben ein Fragezeichen und ein Kreuz.

In den kommenden Jahren muss die Wissenschafts- und Innovationspolitik genügend Ressourcen mobilisieren, um Deutschlands wissenschaftliche und innovative Stärke zu sichern und weiter auszubauen. Ziel ist es, exzellente Forschung auf internationalem Spitzenniveau zu ermöglichen und Deutschland als führenden Wissenschaftsstandort zu positionieren.

Gleichzeitig gilt es, vorhandene Mittel gezielt und nachhaltig einzusetzen – durch klare Prioritäten, die Bündelung von Kräften und eine bessere Vernetzung im arbeitsteiligen Wissenschaftssystem.

Leitlinien bis 2040:

  • Verlässliche Wissenschaftsfinanzierung unter Berücksichtigung der gesamt-staatlichen Haushaltsentwicklung als Investition in gesellschaftliche Entwicklung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und öffentliche Kernverantwortung verstehen.
  • Die Resilienz des Gesamtsystems und den verantwortlichen Ressourceneinsatz durch Koordination der Angebotsstrukturen im Hochschulsystem, Profilbildung sowie Sicherung kleiner Fächer stärken.
  • Die historisch gewachsenen Hochschultypen mit Blick auf Exzellenz- und Wirkungserwartung, Teilhabe und Ressourcenverantwortung weiterentwickeln.
  • Aufgaben, Governance und Finanzierungsmodelle außerhochschulischer Forschungsorganisationen so weiterentwickeln, dass sie wissenschaftliche Fort-schritte und gesellschaftliche Transformationen arbeitsteilig, kooperativ und nachhaltig adressieren.

Was ist zu tun? 

Bund und Länder sollten prüfen, ob das Ziel von 3,5 % FuE-Anteil am BIP bis 2030 durch aussagekräftigere Innovationsindikatoren ergänzt wird. Ein Ziel könnte sein, den Anteil der Erwerbstätigen in Forschung und Entwicklung bis 2040 nachhaltig zu steigern. Bildungs-, Forschungs- und Innovationsausgaben sichern die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Sie sind keine konsumtiven Ausgaben und sollten im Kontext der Schuldenbremse neu bewertet werden. Bund und Länder sollten außerdem mittelfristig Profil, Steuerung und Finanzierung der außeruniversitären Forschung neu ordnen. Dazu gehören ihre Unterscheidung voneinander, die Zusammenarbeit mit Hochschulen und der Umgang mit Forschungsinfrastrukturen. Auch das Verhältnis von institutioneller und projektbezogener Förderung gehört auf den Prüfstand: Nur so lassen sich Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Freiräume in ein Gleichgewicht bringen. 

Länder und Hochschulen sollten ihr Studienangebot länderübergreifend und wissenschaftsgeleitet prüfen. Wenig nachgefragte Studiengänge sind gegebenenfalls zu bündeln oder abgestimmt zurückzubauen. Gleichzeitig gilt es, Konzepte für den Umgang mit veränderten Studierendenzahlen, wachsender Heterogenität und neuen Lehrformen zu entwickeln sowie Maßnahmen zur Steigerung des Studienerfolgs auszubauen. Dabei ist auch an eine Weiterentwicklung der Hochschultypen zu denken.

5. Bildung modernisieren – Lehre personalisieren

Hochschulbildung bleibt auch in Zukunft ein entscheidender Motor gesellschaftlicher Veränderungen. Daher verdient sie höchste Priorität – sowohl in der Politik als auch in den Strategien der Hochschulen selbst.

Akademische Bildung vereint fachliche, berufliche und persönliche Entwicklung – alle sind gleich wichtig. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Urteilsvermögen und kritischem Denken, denn sie sind ein zentraler Beitrag der Hochschulen zum Gemeinwohl.

Um Studierende bestmöglich auf die sich wandelnde Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten, müssen analoge und digitale Lernräume flexibel verknüpft werden. So entstehen interaktive und personalisierte Lernangebote, die auch über einzelne Hochschulstandorte hinaus wirken.

Leitlinien bis 2040:

  • Strategische Priorität von Hochschulbildung an den Hochschulen stärken.
  • Das grundständige Studienangebot auf allgemeine, zukunftsoffene Qualifizierung ausrichten.
  • Individuelle Lernwege mit gemeinschaftlichem Lernen und persönlicher Begegnung verbinden; digitale Lehre mit interaktiven Präsenzformaten und akademischem Mentoring verzahnen.
  • Studieren als Teil flexibler, lebenslanger Bildungswege konzipieren. Wissenschaftliche Weiterbildung zu einem zentralen Bestandteil der hochschulischen Aufgaben ausbauen und kapazitätsrechtlich angemessen berücksichtigen.
  • Hochschul- sowie länderübergreifende Studienangebote organisieren.
  • Studierende darin unterstützen, im Kontext ihres Fachs zentrale Zukunfts-, Technologie- und Wirtschaftskompetenzen zu entwickeln und diese durch interaktive Lehr-Lern-Formate stärken.
  • Wirkungen von Lehre und Bildungsprozessen systematisch untersuchen.

Was ist zu tun?

Staatliche Hochschulen sollten wissenschaftliche Grundbildung, kritische Reflexions- und Diskussionsfähigkeit ins Zentrum ihres Studienangebots rücken und breite Qualifizierung vor früher Spezialisierung bevorzugen. Hochschulübergreifende, digital gestützte Lernangebote müssen selbstverständlicher Teil des Studiums werden – offen auch für Studierende anderer Hochschulen. Dafür braucht es wissenschaftsgeleitete Prozesse zur regionalen Abstimmung und wechselseitigen Anerkennung von Lehrveranstaltungen. Curricula und Lehrkompetenzen sind an kooperative Lehrformen anzupassen.

Die Länder sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Finanzierung von Studienkapazitäten modernisieren, damit Hochschulen überregional und digital zusammenarbeiten können. Ebenso wichtig ist eine verlässliche personelle, technische und infrastrukturelle Ausstattung der Hochschulen. Angebote des lebenslangen Lernens sollen neue berufliche Chancen eröffnen und im Kapazitätsrecht geregelt werden.

6. Wissenschaft als interprofessionelle Teamarbeit konzipieren

Roter Hintergrund mit gelbem Kreis: Vier Personen in Kreis, mit rotem Pfeil für Austausch.

Bildung, Forschung und Innovation leben von komplexen Methoden und spezialisierten Kompetenzen. Deshalb sollte Wissenschaft als Teamarbeit verstanden werden – über Fachgrenzen hinweg. So können neue Technologien effektiv, auf höchstem Niveau und ohne unnötige Verzögerungen eingesetzt werden.

Leitlinien bis 2040:

  • Arbeitsteilige Teamarbeit angemessen unterstützen, eine Kultur der wechselseitigen Anerkennung fördern.
  • Die übergreifende Zusammenarbeit über Disziplinen und Sektoren hinweg in den Personal- und Organisationsstrukturen spiegeln.

Was ist zu tun?

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollten interprofessionelle Teamarbeit als Kern wissenschaftlicher Arbeit begreifen. Kollektive Leistungen sind in Karriere- und Evaluationsverfahren stärker anzuerkennen. Neue, attraktiv vergütete Stellen und Berufsbilder mit klaren Entwicklungs- und Aufstiegsperspektiven sollen als Dauerstellen neben der Professur entstehen. Organisatorisch gelingt dies durch Departmentstrukturen mit flachen Hierarchien und klaren Verantwortlichkeiten sowie durch gezielte Maßnahmen zur Förderung der psychosozialen Gesundheit, die ein unterstützendes und inklusives Arbeitsumfeld sichern.

Auch in Fachdisziplinen muss das Bewusstsein für Fragen großer Transformationsprozesse verankert sein, die nur interdisziplinär zu lösen sind. Es gilt, Schnittstellenpositionen und Professuren weiterzuentwickeln. Diese Positionen sollen von den Einrichtungen thematisch ausgestaltet werden und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit komplexen, die Einzeldisziplinen übergreifenden Aufgaben auf hohem Niveau fördern.

7. Soziale Durchlässigkeit erhöhen, Potenziale mobilisieren

Abstraktes Logo auf orange-rotem Hintergrund: Drei stilisierte schwarze Figuren mit welligen Haaren in einem gelben Kreis; darunter integriert ein schwarzes Quadrat, Dreieck und Kreis.

Das deutsche Bildungs- und Wissenschaftssystem soll Leistung unabhängig von Herkunft oder persönlichen Merkmalen fördern. Dafür müssen institutionelle Barrieren abgebaut werden. Soziale Ausgrenzung ist ungerecht, mindert die Chancen talentierter Menschen und schadet Wissenschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Nur wenn alle ihr Potenzial entfalten können, bleibt unser Wissenschaftssystem innovativ und leistungsfähig.

Leitlinien bis 2040:

  • Soziale Durchlässigkeit stärken, Hürden und Exklusionsmechanismen abbauen sowie die Übergänge zwischen Bildungssektoren (Schule – Hochschule, berufliche – akademische Bildung) chancengerecht und transparent gestalten.
  • Leistungsorientierung mit Chancengerechtigkeit verknüpfen, indem passgenaue Unterstützungsangebote für bislang benachteiligte Menschen unabhängig von Alter, Migrationsgeschichte und Nationalität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft ausgebaut werden.
  • Den Wert von Vielfalt und Inklusivität für wissenschaftliche Exzellenz und Integrität erkennen und nutzen.
  • Auf allen Ebenen organisationale Verantwortung übernehmen und strukturelle Bedingungen verbessern, insbesondere zur einfacheren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Was ist zu tun?

Bund und Länder könnten eine befristete, ressortübergreifende Initiative „Potenziale mobilisieren, Durchlässigkeit erhöhen“ starten – gemeinsam mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Bildungseinrichtungen und Ministerien sollten gemeinsam die Anerkennung vorhandener Qualifikationen erleichtern, Kooperationen ausbauen und unterstützende Angebote für heterogene Studierendengruppen stärken. Besonders wichtig sind die Übergänge zwischen Sekundar- und Tertiärbildung sowie zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Hochschulen und Studierendenwerke sollen bislang benachteiligte Studierende noch passgenauer fördern, Studienabbrüche vermeiden und erfolgreiche Bildungs- und Karrierewege ermöglichen.

Förderorganisationen sollten Programme und Förderlogiken so weiterentwickeln, dass Offenheit, Teilhabe und faire Übergänge gestärkt werden.

8. Infrastrukturen für Wissenschaft modernisieren und nachhaltig sichern

Abstraktes Logo auf orange-rotem Hintergrund: Drei stilisierte Figuren in einem gelb umrandeten weißen Kreis mit Haus-Symbol darüber und offener Hand darunter.

Moderne Infrastrukturen sind die Basis für exzellente Forschung, erfolgreiche Innovationen und eine hochwertige Bildung – sowohl an Hochschulen als auch in außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Angesichts des raschen technologischen Wandels und neuer gesellschaftlicher Anforderungen müssen diese Infrastrukturen stetig weiterentwickelt und bestmöglich genutzt werden.

Leitlinien bis 2040:

  • Infrastrukturen standortübergreifend und in kooperativen Verfahren planen und realisieren – innerhalb eines Landes wie auch länderübergreifend –, Synergien zwischen Einrichtungen stärken und eine gemeinsame strategische Entwicklung von Infrastrukturen für die Wissenschaft fördern.
  • Bauliche Infrastruktur zukunftsfest und nachhaltig entwickeln.
  • Forschungs- und Technologieinfrastrukturen als Gesamtportfolio betrachten und strategisch steuern.
  • Digitale Infrastrukturen und Datenräume souverän und kooperativ ausbauen.

Was ist zu tun?

Bund und Länder sollten standortübergreifende und länderübergreifende Planungsverfahren für Bau- und Infrastrukturprojekte ausbauen – einschließlich Portfoliosteuerung, Schwerpunktverlagerungen und Schließungen. Investitionsentscheidungen sollen sich an Lebenszykluskosten orientieren – für bauliche, forschungsbezogene und digitale Infrastrukturen.

Wissenschaftseinrichtungen sollten Modelle gemeinsamer Nutzung von Infrastrukturen und Datensätzen entwickeln, um Synergien und Effizienzgewinne zu erzielen. Zudem strategischer planen: Raumbedarf, Nutzungskonzepte, einfachere Prozesse. So sinken Transaktionskosten und neue Studien- und Arbeitsformen werden möglich.

Wissenschaftspolitische und wissenschaftliche Akteure sollten Innovationsökosysteme rund um große Forschungs- und Technologieinfrastrukturen fördern und europäische Kooperationen im Infrastruktur- und Digitalbereich stärken – etwa bei gemeinsamen Datenräumen, Standards und Zugangsregimen.

9. In Sicherheit durch Wissen investieren

Abstraktes Logo auf orange-rotem Hintergrund: Offenes Buch in einem gelb umrandeten weißen Fadenkreuz mit rotem Strich, zentriert im Kreis.

Liberale Demokratien stehen vor der Herausforderung, ihre Resilienz, Sicherheit und Souveränität angesichts globaler Veränderungen und ökologischer Bedrohungen zu stärken. Die dafür notwendigen zusätzlichen Ressourcen sollten so klug und effizient wie möglich eingesetzt werden – vor allem, um die eigene Innovationskraft auszubauen.

Gleichzeitig bleibt der offene wissenschaftliche Austausch unverzichtbar. Er bildet die Grundlage für Exzellenz und ist entscheidend, um globale Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

Leitlinien bis 2040:

  • Mindestens 10 % der Sicherheitsausgaben in Forschung und Innovation investieren.
  • Offenheit und Schutz durch Wissenssicherheit ausbalancieren und digitale Souveränität als Grundvoraussetzung sichern.
  • Sicherheitsrelevante FuE an Innovation Hubs bündeln.

Was ist zu tun?

Bund und Länder sollten mindestens 10 % der zivilen und militärischen Sicherheitsausgaben in Forschung und Innovation investieren und zugleich den Aufbau sicherer, unabhängiger digitaler Infrastrukturen finanzieren.

Wissenschaft und Politik sollten gemeinsam die verabredete Nationale Plattform für Wissenssicherheit rasch einrichten – zur Lagebeurteilung, Reflexion von Handlungsspielräumen und zum Ausgleich zwischen Offenheit und Schutz.

Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Sicherheitsakteure sollten sich an Innovation-Hubs beteiligen können, um Kompetenzen, Ressourcen und Technologien für sicherheitsrelevante Forschung zu bündeln.

10. Mit verlässlichen Partnern globale Strahlkraft entfalten

Abstraktes Logo auf orange-rotem Hintergrund: Stilisierter Globus in einem gelb umrandeten weißen Kreis, umgeben von acht schwarzen Pfeilen (vier nach oben, vier nach unten).

Deutschland muss sich mit verlässlichen Partnerländern in Europa und weltweit sowie mit internationalen Organisationen koordinieren und eng kooperieren, um seine Spitzenposition in Wissenschaft und Innovation zu sichern. Der freie Austausch von Wissen kann zu einer Leitidee der Europäischen Union werden, die über den Binnenmarkt hinausweist und Europa auf eine Zeit globaler Umbrüche vorbereitet. Deutschland sollte Vereinbarungen aktiv gestalten, die diese Freiheit und die Wissenschaftsfreiheit in Europa stärken.

Leitlinien bis 2040:

  • Wissenschaftliche Exzellenz, Souveränität und Wertebasis sichern.
  • Fünfte Freiheit als europäische Leitidee stärken.
  • Globale Strahlkraft durch European Knowledge and Innovation Hubs stärken.

Was ist zu tun?

Bund und Länder können mit Partnern European Knowledge and Innovation Hubs von weltweiter Strahlkraft aufbauen. Dort arbeiten Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Industrie und Gesellschaft eng zusammen. Diese Hubs eröffnen neue Forschungsfelder, fördern bahnbrechende Innovationen und treiben gesellschaftliche Transformationen voran. Sie fördern regionale Entwicklung und öffnen kleineren Einrichtungen den Zugang zu globalen Netzwerken. Sie können teure Infrastrukturen gemeinschaftlich betreiben und so Ressourcen schonen – vorausgesetzt, komplexe Abrechnungs- und Steuerfragen werden pragmatisch gelöst

Deutschland und die Europäische Union müssen bessere Rahmenbedingungen schaffen für Kooperation, Mobilität und Investitionen. Leitidee dafür kann eine Fünfte Freiheit sein, die über den Europäischen Binnenmarkt hinaus den freien Austausch von Wissen zum Inhalt hat, um Bildung, Forschung und Innovation in der Europäischen Union zu stärken. Dazu können Ausnahmen im Steuer-, Vergabe-, Aufenthalts- und Arbeitsrecht beitragen – etwa über eine europäische Rechtsform oder „Sonderwissenschaftszonen“. In solchem Rahmen sollen nationale, europäische und multilaterale Mittel kombiniert werden, um milliardenschwere Budgets zu ermöglichen. Auch die Privatwirtschaft ist stärker einzubeziehen, besonders in Schlüsselbereichen wie Klima, Gesundheit und Digitalisierung. Transnationale Exzellenzverbünde, angelehnt an bestehende Instrumente des European Research Councils, können Netzwerke starker Institutionen fördern und die europäische Idee weitertragen.

Weitere Informationen:

Papier „Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040“

Papier „Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040“ (Kurzfassung)