Wissenschaftsrat

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Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken – bewährt und unverzichtbar | Wissenschaftsrat verabschiedet Bewertung des Bund-Länder-Programms

Ausgabe 13 | 2026
Datum 06.07.2026

Mit dem „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ (ZSL) wollen Bund und Länder den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern und den Hochschulen finanzielle Planungssicherheit bieten. Der Wissenschaftsrat (WR) hat die erste wissenschaftspolitische Beurteilung des Bund-Länder-Programms seit dessen Start im Jahr 2021 vorgenommen und legt diese der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) zur Beratung vor.

„Der Zukunftsvertrag ist ein strukturpolitisch enorm wichtiges und zugleich effizientes Programm. Trotz der erst kurzen Laufzeit ist er bereits zu einem unverzichtbaren Instrument der Verbesserung von Studien- und Lehrbedingungen im deutschen Hochschulsystem geworden. Er leistet einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung für den Innovationsstandort Deutschland“, sagt der Vorsitzende des WR, Wolfgang Wick.

Aus Sicht des WR ist der ZSL ein essenzielles und zukunftsfähiges Fördermodell von Bund und Ländern, das die nötige Qualitätsorientierung in Studium und Lehre unterstützt. Er sichert Stabilität und Kontinuität als Voraussetzung für notwendige Entwicklungen im Hochschulsystem und stärkt die Strategiefähigkeit der Hochschulen.

Die Hauptziele des ZSL sollten in ihrer aktuellen Stringenz, Komplementarität und Adaptabilität erhalten bleiben. Das Programm sollte zudem weiterhin und verstärkt für die Gestaltung von Prozessen der strategischen Neuausrichtung und Profilierung der Hochschulen eingesetzt werden. Die Schwerpunktsetzung bei dauerhaften Beschäftigungsverhältnissen gilt es beizubehalten, um funktionsadäquate Personalstrukturen für Studium und Lehre umzusetzen. Weitere Schwerpunkte und Maßnahmen des Programms sollten regelmäßig auf ihre Aktualität und Kohärenz überprüft werden, um gegebenenfalls neue Themen wie Künstliche Intelligenz in Studium und Lehre aufzunehmen.

Perspektivisch geprüft werden sollte die Gewichtung der Kennzahlen für die Mittelverteilung, etwa durch eine moderat höhere Gewichtung der Zahl von Absolventinnen und Absolventen gegenüber der Zahl von Studienanfängerinnen und Studienanfängern. Außerdem sollte eine Digitalisierung des Berichtswesens geprüft und der ZSL stärker durch Begleitforschung, eine Verbesserung der Datengrundlage sowie durch den regelmäßigen länder- und hochschulübergreifenden Austausch flankiert werden.

Die Veröffentlichung des Evaluationsberichts in der vom WR verabschiedeten Form erfolgt nach den Beratungen in der GWK.