Wissenschaftsrat

Forschungsbauten

Mit der Föderalismusreform wurde die Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau einschließlich Hochschulmedizin zum 31. Dezember 2006 abgeschafft und der allgemeine Hochschulbau in die alleinige Zuständigkeit der Länder überführt. Bund und Länder haben gleichzeitig mit der Förderung überregional bedeutsamer Forschungsbauten einschließlich Großgeräten ein gemeinschaftlich finanziertes Instrument für Investitionen in den Hochschulsektor geschaffen

Ausführungsvereinbarung zum GWK-Abkommen über die gemeinsame Förderung von Forschungsbauten, Großgeräten und des Nationalen Hochleistungsrechnens an Hochschulen – Ausführungsvereinbarung Forschungsbauten, Großgeräte und Nationales Hochleistungsrechnen (AV-FGH) – in der Fassung des Beschlusses der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) vom 26. November 2018

Einzelheiten der Ausgestaltung der Verfahren zur Förderung von Forschungsbauten, Großgeräten und des Nationalen Hochleistungsrechnens an Hochschulen nach der AV-FGH – FGH-Verfahrensgrundsätze – in der Fassung des Beschlusses der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz vom 16. November 2018 | Geändert durch Beschluss des Ausschusses vom 26. März 2019

Seit 2007 führt der Wissenschaftsrat im Auftrag von Bund und Ländern das Programm Forschungsbauten durch. Es sieht die Förderung von Investitionsvorhaben vor, die sich durch „exzellente wissenschaftliche Qualität und nationale Bedeutung auszeichnen“. Damit sollen die Voraussetzungen der deutschen Hochschulen für eine erfolgreiche Teilnahme am nationalen und internationalen Wettbewerb in der Forschung verbessert werden. Diese Zielsetzung unterscheidet das Programm von der mit der Föderalismusreform I abgeschafften Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau, die eine breite Förderung von Bauvorhaben in den Ländern unter planerischen Gesichtspunkten vorsah.

Gefördert werden können aktuell Bauten an Hochschulen mit Investitionskosten von mehr als 5 Millionen Euro, deren Infrastruktur weit überwiegend der Forschung dient. Die Förderung schließt die Ausstattung der Forschungsbauten mit Großgeräten ein. Die Fördermittel werden je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen, die jährlich zusammen 571 Millionen Euro bereitstellen; davon sind 170 Millionen Euro für Großgeräte für die Forschung vorgesehen.

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